Die Weihnachtszeit steht im Mittelpunkt eines ganz besonderen jährlichen Ereignisses in der evangelischen Christusgemeinde von Zeulenreuth und Speichersdorf: Der „Lebendige Adventskalender“. Ein besonderer Fokus wird auf das Jesuskind gelegt, welches nach der Interpretation der Kirchengemeinde das eigentliche Zentrum der Adventszeit und des Weihnachtsfestes bildet.
Gemeinschaftliche Besinnung
Mitglieder der Gemeinde, darunter Sabine Jauernig, Frank Reichstein und Yvonne Böhmer, hatten zu einer besinnlichen Stunde des Lebendigen Adventskalenders eingeladen. Die Veranstaltung, die Teil des elften „Türchens“ des Adventskalenders war, fand auf dem beschaulichen Vorplatz eines Gemeindehauses statt. Das Umfeld wurde durch die Flammen einer Feuertonne erhellt, während Teilnehmer sich um beleuchtete Tische scharten, auf denen Weihnachtsgebäck und Teelichter zum Naschen und zur Erheiterung einluden.
Eine neue Perspektive auf die Weihnachtszeit
Frank Reichstein erklärte, dass der Lebendige Adventskalender dazu gedacht ist, Menschen zusammenzubringen und sie dazu zu ermutigen, sich gemeinsam auf Weihnachten vorzubereiten. Es geht darum, die Adventszeit als Gemeinschaft zu erleben und die ansonsten oft hektischen Tage aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Jeder ist eingeladen, unabhängig vom Alter oder der Konfession, und so wird die Adventszeit gemeinsam begangen, wobei besonderer Wert auf das gemeinsame Hören, Singen und Beten gelegt wird.
Erinnern an die wahre Bedeutung von Weihnachten
Angesichts des kosmopolitischen Stresses, der oft mit der Weihnachtszeit einhergeht, ermutigte Reichstein die Teilnehmer, eine Auszeit zu nehmen und sich auf das „Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes“ einzustimmen. Auf humorvolle Weise wurde eine Weihnachtsgeschichte von Raphaele Caderas „Unruhe im Stall“ präsentiert, die die Krippenfiguren der Heiligen Familie beobachten lässt, wie die Menschen im hektischen vorweihnachtlichen Stress Weihnachten feiern. Das Jesuskind verschwindet in dieser Geschichte kurzzeitig, um die Menschen auf die wahre Bedeutung des Fests hinzuweisen: das Warten auf das Jesuskind.
Ein Adventsmoment der Ruhe und Gemeinschaft
Zum Abschluss der Veranstaltung wurden gemeinsame Gebete gesprochen und Yvonne Böhmer verteilte kleine Tüten mit eigens gebackenen Krippenplätzchen und einem Lesezeichen mit Krippenmotiv als Erinnerungsgeschenke. Anschließend blieben die Teilnehmer noch zusammen, um bei heißem Getränk und Weihnachtsgebäck zu plaudern und den Moment der Gemeinschaft zu genießen.
Die Serie des Lebendigen Adventskalenders wird am 22. Dezember mit dem letzten „Türchen“ vor der Christuskirche unter der Leitung von Pfarrerin Andrea Kühn fortgesetzt.

