Speichersdorf. Artenschutz? Eine super Sache! „Haben wir uns auch gedacht. Das Volksbegehren Rettet die Bienen hat gezeigt, wie wichtig die Natur den Menschen ist“, weiß Jeremias Püttner. Deshalb hat er ein ganz besonderes Projekt auf die Beine gestellt.
Artenvielfalt ist wichtig – Bienen und andere Insekten sorgen auch dafür, dass wir Menschen überleben können. Viele Auflagen, die die kleinen Kriecher schützen, seien aber eher kontraproduktiv für die Landwirtschaft. „Ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb benötigt heute alle seine Flächen zum konventionellen Anbau, um überleben zu können“, erklärt Jeremias Püttner.
Aus Ackerfläche wird Blumenwiese
Auch er möchte sich im Artenschutz engagieren. Wusste aber lange nicht wie. Jetzt kam ihm die Idee. „Wir haben einen kleinen landwirtschaftlichen Ackerbaubetrieb in Oberfranken. Wir planen eine bisher intensiv genutzte Ackerfläche zu einer Blühwiese mit Insektenhotels und Bienenvölkern umzuwandeln.“
Doch alleine ist es nicht zu schaffen, die Kosten zu stemmen. Denn das Feld muss trotzdem bepflanzt und gepflegt werden. Die Insektenhotels müssen gekauft und instand gehalten werden, das Konzept vermarktet und natürlich Steuern und Versicherungen bezahlt werden. Auch der Ernteausfall kommt hinzu. Deshalb hat er sich eine Art Patenprojekt überlegt. „Jeder kann so seinen Beitrag zum Artenschutz leisten“, meint Jeremias. Mit einer Patenschaft von 1€/qm/Jahr für fünf Jahre kann jeder dieses Projekt interaktiv unterstützen.
„Mit einem Klick zum Bienenglück“
„Wir wollen Naturschutz Jung und Alt in zeitgemäßer Form näher bringen und zugänglich machen.“ Jeder Pate hat die Möglichkeit den aktuellen Zustand der Bienenweise mitzuerleben. Das Ansähen, den Aufwuchs und final die Blütenpracht der ganzen Wiese kann jeder live im Internet mitverfolgen. Außerdem können die Unterstützer interaktiv mitdiskutieren zum Thema und Vorschläge machen, was noch besser oder zusätzlich gemacht werden kann.
„Zusätzlich arbeiten wir mit lokalen Imkern zusammen und werden Bienenvölker direkt im angrenzenden eigenen Waldgebiet ansiedeln und auch Insektenhotels aufstellen.“
„All das unterscheidet uns von anderen, die „nur“ Blühwiesen als Flächen anbieten“, findet Püttner. Er hofft, dass viele sich dem Projekt anschließen und so ihren Teil zum Arten- und Umweltschutz beitragen.
Weitere Informationen zum Projekt unter www.beewiese.de.

