In Floß ist der Erweiterungsbau am Kindergarten der Evangelischen Gemeindediakonie nun erkennbar vorangeschritten. Trotz der anfänglichen Verzögerungen, ausgelöst durch notwendige archäologische Befunduntersuchungen, die das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege in München anordnete, schreiten die Arbeiten nun zügig voran. Auf dem Gelände zwischen der Kirche und dem Kindergarten befand sich bis 1818 der Friedhof der beiden Kirchengemeinden, was die archäologischen Grabungen notwendig machte.
Historische Funde und kirchengeschichtliche Bedeutung
Die Grabungen brachten Gebeine aus dem frühen 17. Jahrhundert ans Licht, die nun einen neuen, würdigen Platz auf dem evangelischen Friedhof gefunden haben. Pfarrer Wilfried Römscher teilte den Gläubigen mit, dass die Gebeine am Ewigkeitssonntag dieses Jahres gesegnet wurden, zusammen mit einem Holzkreuz zur Erinnerung an die „Floßer Vorfahren“. Diese Grabungen verdeutlichen die historische und kirchengeschichtliche Bedeutung des Ortes, besonders in Hinblick auf das Simultaneum, das bis zur Errichtung der katholischen Pfarrkirche St. Johannes der Täufer im Jahr 1912 bestand.
Baufortschritt ermöglicht Fortsetzung im Winter
Mit der Fertigstellung des Dachstuhls ist nun auch eine Fortsetzung der Bauarbeiten während der Winterzeit möglich. Obwohl ein genauer Fertigstellungstermin des Erweiterungsbaus noch aussteht, besteht die Hoffnung, dass der Bezug des neuen Hauses bis Mitte des kommenden Jahres vollzogen werden kann. Die Gemeinde und Beteiligten blicken positiv in die Zukunft und freuen sich auf die Fertigstellung des wichtigen Projekts für die jüngsten Bürger Floss‘.

