Dass das kleine Bauwerk zum Alten Pflegschloss und damit zu einem Stück des Heimatmuseums gehört, wird immer deutlicher. Dazu zählen auch das geschichtsträchtige “Baimannl“, das Fred-Lehner-Bankerl am Backofen, der Gedenkstein mit Inschrift von Hans Meier und der Fred-Lehner-Brunnen am Rathausplatz.
Es war eine Ausnahme, dass das Backofenfest des Waldvereins nicht wie gewohnt am ersten Samstag im August, sondern am Himmelfahrtstag abgehalten wurde. Die Feierlichkeiten zum 1075-Ortsjubiläum spielten dabei eine besondere Rolle. Noch vor dem Fest gab sich die „Arbeitsgemeinschaft Kinder“ gegen 14 Uhr am Backofen ein Stelldichein.
Im Rahmen des Ferienprogramms wurde die Aktion „Vom Korn zum Brot“ gestartet.
Ein Fest, das man auch künftig nicht missen möchte
Dem Vorsitzenden Markus Staschewski ist es ein Anliegen, dass die eingeführte Tradition des Festes am ersten Samstag nach dem Bürgerfest weiter eingehalten wird. Durch den Ausfall von Backofenwart Siegfried Schell war es schwierig, Ersatz für das Anheizen des Holzbackofens zu finden. Mit Thomas Buchner ist das aber gelungen. Er brachte den Ofen, mit Holz vorher angeheizt, zum Glühen, damit Brot- und Schmierkuchen, später leckere Pizzas, verkauft werden konnten.
Nicht die Bundes-, Landes- oder Marktfahnen schmückten den Rathausplatz, stolz wehte die Vereinsflagge des Waldvereins auf dem Festplatz. Wieder hatten die fleißigen Helferinnen und Helfer um Markus Staschewski ganze Arbeit an den Tag gelegt. Es gab eine Menge zu tun. Der Markt half bei der Aufstellung der Verkaufsstände mit, die mit Brotlaib, Schmier- und Zuckerkuchen, Griebenschmalz, Obatz’n, Käse und Brezen voll belegt waren. Der Absatz dieser Ware konnte sich bei angenehmen Temperaturen sehen lassen. Wie schon im letzten Jahr war die Unterhaltungsmusik der Geschwister Beyer passend für den großen Gesellschaftskreis rund um die aufgestellten Sonnenschirme.
Allein schon der Festplatz, weg vom Verkehr, hin zu einer Kulturstätte von hohem Wert, machte auch dieses Backofenfest zu einem schönen Erlebnis für alle Gäste und Besucher, die sich aus nah und fern ein Stelldichein gaben.

