Tirschenreuth. Jährlich sterben in Deutschland fast 45.000 Menschen an Herzinsuffizienz. Aus diesem Grund informierten nun drei Chefärzte der Kliniken Nordoberpfalz AG über die Anzeichen und Therapieformen für eine Herzschwäche.
Dr. Rafael Ulrych, Chefarzt der Klinik für Kardiologie in Tirschenreuth, freute sich über die große Besucherzahl. Er startete sofort mit dem Informationsabend. Dabei gab er den Interessierten zuerst einen Überblick über die Entstehung und Häufigkeit von Herzschwäche. Ulrych erläuterte außerdem die Möglichkeiten der modernen Diagnostik und medikamentösen Therapie. Besonders wichtig ist hier, dass der Patient aktiv bleibt. Denn häufig sei eine Veränderung des Lebensstils von elementarer Bedeutung für die weitere Gesundheit des Patienten.
Frühezeitige Alarmierung des Notarztes
Prof. Dr. Robert H. G. Schwinger, Chefarzt der Medizinischen Klinik II am Klinikum Weiden, übernahm als zweites. Er ging in seinem Vortrag auf spezielle interventionelle Behandlungsformen ein. Dabei betonte er, wie wichtig eine frühzeitige Alarmierung des Notarztes in Notfällen ist. Mit dem Weidener Herzinfarkt-Netz (WHIN) kann dabei eine optimale hochspezialisierte Versorgung der betroffenen Patienten stattfinden.
Dass Atemnot und Brustschmerzen nicht immer kardial bedingt seien, darauf wies Dr. Manfred Brückner, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Gesundheitszentrum Waldsassen, hin. Strukturiert und gut verständlich erläuterte er den rund 50 Besuchern die wichtigsten differentialdiagnostischen und -therapeutischen Überlegungen im Umfeld einer akuten oder chronischen Herzerkrankung.
Besucher zeigten ihr neues Wissen im Quiz
Nach einem kleinen Imbiss, erwartete die Besucher noch ein Quiz. Dr. Roland Vogel führte sie dabei durch die Fragen. Die Chefärzte sind begeistert von den vielen richtigen Antworten. Anscheinend konnten die Besucher viele Informationen rund um das Thema Herzschwäche mitnehmen. Der Abend fand außerdem im Rahmen der aktuellen Herzwochen statt, die die Deutschen Herzstiftung organisiert. Zu den Hauptaufgaben der Stiftung zählen Aufklärungskampagnen und die Förderung von Forschungsprojekten auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

