Die Stadt Amberg hat einen neuen Schritt in Richtung Inklusion unternommen. Die Mitarbeitenden der Stadtverwaltung haben eine Schulung in Leichter Sprache abgeschlossen. Diese Initiative ist Teil eines größeren Ziels: Amberg als inklusive und barrierefreie Stadt zu etablieren.
Ein wichtiger Schritt für Amberg
Seit dem Start der Initiative „Inklusive Verwaltung – smart und barrierefrei“ Anfang 2024, hat die Stadt Amberg deutliche Fortschritte gemacht. Leichte Sprache ermöglicht es rund 8 Millionen Menschen in Deutschland, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Dies betrifft Menschen mit Lernschwierigkeiten, funktionalem Analphabetismus, Gehörlosigkeit, Migrationshintergrund oder einfach die, die Texte leichter und schneller verstehen möchten.
Die Gleichstellungsbeauftragte Nadine Gräml, Leiterin des Arbeitskreises Diversität der Stadt, nahm Kontakt mit Anbietern von Schulungen in Leichter Sprache auf. Sebastian Müller vom Büro „sag’s einfach – Büro für Leichte Sprache“ in Regensburg und sein Mitarbeiter Matthias Schießl entwickelten gemeinsam mit Gräml eine innovative E-Learning-Schulung. Dies stellte eine bayernweite Premiere dar.
Die Ergebnisse und die Zukunft
Die Schulung, an der insgesamt 46 Bedienstete teilnahmen, lief über zwei Monate. Die Teilnehmenden lernten die Grundlagen der Leichten Sprache und ihre Umsetzung. Diese Fortbildung endete mit einem praktischen Test durch das Büro „sag’s einfach“, basierend auf Übersetzungen und einer Prüfgruppe. Die Abschlussveranstaltung im Großen Rathaussaal in Amberg wurde genutzt, um die Ergebnisse vorzustellen und Zertifikate zu überreichen.
Die Stadt Amberg macht damit einen großen Schritt hin zu einer barrierefreieren Kommunikation. Ziel ist es, zukünftig alle Texte im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit in Leichter Sprache zu verfassen, um so die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger zu erleichtern.
Wer in Amberg auf Barrieren stößt oder Fragen zur inklusiven Stadtverwaltung hat, kann sich an den Beauftragten für Menschen mit Behinderung, Tobias Berz, oder an die Gleichstellungsbeauftragte Nadine Gräml wenden. Sie sind über E-Mail und Telefon erreichbar und offen für alle Anliegen.

