Kemnath. Unsere Autoren Sandra und Peter Gattaut aus Windischeschenbach erlebten in der gut gefüllten Mehrzweckhalle Kemnath beim Auftritt von Nilpferd-Dame Amanda mit Bauchredner Sebastian Reich einen tierisch lustigen Abend. Vor dem Auftritt konnten die beiden den Künstler zum Interview treffen.
Von Peter Gattaut
Im aktuellen Programm „Amanda packt aus“ plauderte das Single-Nilpferd mit spitzer Zunge aus dem berühmten „Nähkästchen“. Über negative Schlagzeilen oder sogar Konsequenzen braucht sie sich als gute Freundin von Ministerpräsident Horst Seehofer da ja auch wirklich keine Sorgen zu machen. Wilde Wortgefechte zwischen Amanda und Sebastian, die Überraschungsgäste mit Maulwurf Hausmeister „Schorsch“, der mysteriöse Spezifisch“ oder der vorlaute Esel („Stimmung“) mit flachen Witzen, Reich zog alle Register. Über allem stand aber das Thema Essen, wobei Amanda schon wusste, dass Schokolade nicht dick macht, sondern „den Körper formt“.
Die Lachmuskeln der Zuschauer wurden wahrlich nicht geschont. Reich verstand es immer wieder das Publikum mit einzubinden. Witzlasreuth und Wiesau standen genauso im Brennpunkt wie Markus aus Warmensteinach, der an diesem rundum gelungenen Abend den geeigneten Flirtpartner für Amanda abgab. Am Ende der Show verblüffte der Bauchredner die Zuschauer mit unerklärbaren Zaubertricks, Amanda sang ihren Song vom Traummann und zum Finale stolzierte Reich sogar in High Heels über die Bühne.
Gattaut: Lieber Sebastian, ihr befindet Euch ja praktisch mit „Amanda packt aus“ im Endspurt und die neue Show „Glückskeks“ steht bereits in den Startlöchern. Auf welche Überraschungen dürfen sich eure vielen Fans schon im Vorfeld freuen?
Sebastian Reich: „Glückskeks“ ist ein 100 prozentig neues Programm. Natürlich mit Amanda als Hauptakt, aber auch zwei neue Puppen werden zum ersten Mal auf der Bühne stehen. Das Thema Glück wird eine übergeordnete Rolle spielen. Was macht Amanda und das Publikum glücklich? Beim Glückskeks wird man überrascht welcher Spruch sich darin verbirgt, genauso ist es bei Amanda, man weiß im Vornherein nie genau, was sie wieder ausgeheckt hat und aus ihr heraussprudelt. Unser Ziel ist es immer die Zuschauer am Abend ein bisschen glücklich zu machen und sie von den Alltagssorgen abzulenken. Aus dieser Idee heraus ist das neue Programm „Glückskeks“ entstanden.
Mit „Amanda packt aus“ bist Du seit Dezember 2014 regelmäßig on Tour. Wie schafft man es da nebenbei ein komplett neues Bühnenprogramm zu schreiben?
Das ist eine gute Frage (lacht). Es ist natürlich mit viel Arbeit verbunden. An manchen Tagen herrscht völlige Funkstille und an anderen sprudelt es nur so heraus. Es ist ein langwieriger Prozess, der sich auf 1-2 Jahre ausdehnt. Auf die Schnelle ist so etwas nicht zu bewerkstelligen.
Im Februar 2017 gab es im Bayerischen Fernsehen die erste Amanda und Sebastian Reich Show zu sehen. Die Kritiken und die Einschaltquote von 18,3 Prozent konnten sich durchaus sehen lassen. Sind schon weitere Shows in Planung?
Das steht noch in den Sternen. Einen konkreten Termin gibt es bisher leider noch nicht. Dafür stehen andere TV-Projekte an. Verraten darf ich darüber aber noch nichts.
Du bist, wie Du selber sagst, ein begeisterter Hobbykoch. Wer darf, natürlich außer Amanda, noch Deine Eigenkreationen genießen?
Meine Eltern und natürlich auch gute Freunde. 1-2 x im Monat nehme ich mir die Zeit dafür und stell mich dann auch gerne an den Herd. Im Urlaub oder auch bei Auftritten außerhalb Bayerns bin ich dann schon öfters in Geschäften und Supermärkten anzutreffen um besondere Gewürze oder andere spezielle Zutaten einzukaufen.
Muss man für das Bauchreden eigentlich permanent trainieren oder ist das ab einen gewissen Zeitpunkt dann nicht mehr nötig?
Die Grundbasis funktioniert eigentlich immer, üben muss ich natürlich permanent die verschiedenen Stimmlagen der Puppen, die Lieder und das Gesamtkonzept der Show. Besonders die Gesangseinlagen erfordern ein ständiges Training.
Wie viele Tage im Jahr bist Du von Amanda komplett getrennt?
Eigentlich immer wenn wir nicht auf Tour sind oder ich im Urlaub bin. Auch wenn das viele glauben (lacht), Amanda schläft nicht im Bettchen nebenan und frühstückt auch nicht mit mir. Die Frage nach Amanda ist natürlich immer präsent, egal wo ich bin. Ein bisschen Erholung von der anstrengenden Nilpferddame brauch ich natürlich hin und wieder auch.

