Betroffenheit und Trauer in der Gemeinde

Die Nachricht macht betroffen und traurig: Mit dem Wegzug der Schwestern Bonita und Margot endet nach etwas über 79 Jahren die Ära der Schwesternstation in Neukirchen zu St. Christoph. Grund ist die Krankheit von Schwester Bonita, die in den vergangenen Jahren das Amt der Oberin bekleidet hat. „Wir hätten gerne das 80-jährige Bestehen 2025 gefeiert“, bedauert Pfarrer John Subash Vincent. Auch der Sprecher des Pfarrgemeinderats, Bernhard Lang, und Kirchenpfleger Josef Meckl wissen die großartigen Leistungen der Schwestern in den zurückliegenden Jahrzehnten zu schätzen. „Unsere Pfarrei wird ein großes Stück ärmer“, stimmen sie überein.

Verabschiedung der Ordensfrauen

Die Verabschiedung der beliebten Ordensfrauen ist am Sonntag, 24. November, beim Dankgottesdienst um 8.30 Uhr in der Pfarrkirche. „Dazu sind Sie, liebe Pfarrgemeinde, auf das Herzlichste eingeladen“, hofft Pfarrer John Subash Vincent auf eine große Beteiligung. Danach findet im Saal des Pfarrheims ein Empfang für alle statt.

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Die Geschichte der Schwesternstation

Die Gründung der Schwesternstation mit dem Sitz des Mutterhauses in Ingenbohl/Schweiz geht auf den 24. September 1945 zurück. Zunächst waren die Schwestern im Kindergarten und als Lehrerinnen im Schuldienst eingesetzt. Dazugekommen sind nach und nach die Hauskrankenpflege und viele weitere Tätigkeiten, ob im Orgel-, Liturgie-, Kommunionhelfer- und Lektorendienst oder zuletzt als Mesnerinnen. Vor allem der Kindergarten, inzwischen in „Kinderhaus“ umbenannt, konnte Jahrzehnte auf die Kreuzschwestern zählen. Schwester Margot hat als Leiterin der Einrichtung von 1980 bis 2000 vielen Mädchen und Jungen das Rüstzeug mit auf den Lebensweg gegeben und viel auf den Weg gebracht. Von 1996 bis 2000 konnte sie dabei auf ihre Mitschwester – wie sie eine ausgebildete Erzieherin – zählen. Schwester Bonita hatte davor viele Jahre den Waidhauser Kindergarten geleitet. Nach dem Ausscheiden aus dem Kindergarten waren beide in vielen Bereichen der Pfarrei mit Herzblut tätig. Dazu zählte auch die Unterstützung der indischen Priester. Bis Ende 2015 hatten die Ordensfrauen, zuletzt die bereits verstorbene Schwester Claudia, für die Kinder das Essen zubereitet. „Ich kann mir unsere Pfarrei ohne unsere lieben Schwestern nicht vorstellen“, bedauert der Neukirchner Seelsorger den Wegzug in das Kloster der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz in Gemünden am Main in Unterfranken.

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  • 24. September 1945 Gründung der Schwesternstation
  • Schwester Mercedes erste Oberin
  • frühere Tätigkeitsfelder: Schule, Kindergarten, Zubereitung des Mittagessens im Kindergarten, ambulante Krankenpflege, Urlaub und Erholung für Mitschwestern im Schwesternhaus
  • letzte Arbeitsbereiche: Pfarrgemeinderat (liturgischer Bereich), Kommunionhelfer- und Lektorendienst, Kinderseelsorge, Bibelkreis, Mesnerdienst und Kirchenschmuck, Alten- und Krankenbesuche
  • 1979 Einweihung des Schwesternhauses
  • 2020 Umzug der Schwestern in das Pfarrheim