Weiden. In Weiden gibt es jetzt 40 neue Schulwegbegleiter. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß ist begeistert von dem Engagement der Schüler.
Von Jürgen Wilke
Tag für Tag benutzen bis zu 5.000 Kinder und Jugendliche Bus oder Bahn, um die Schulen in Weiden zu besuchen. Beim Ein- und Aussteigen in die Verkehrsmittel, oder während der Fahrt, kommt es häufig zu Rangeleien, es macht sich Unruhe breit, es kann zu Sachbeschädigungen, auch zu Gewaltsituationen kommen. Mit viel Zivilcourage stellen sich Schulwegbegleiter diesen Problemen, schlichten Streitigkeiten, lösen Konflikte und sorgen für Ordnung.
40 neue Schulwegbegleiter für Weiden
Vor elf Jahren initiierten in konstruktiver Zusammenarbeit die Polizeiinspektion Weiden, die Bundespolizei Waidhaus und die Stadt Weiden die Einrichtung „Schulwegbegleiter“ oder auch „Schoolguards“ genannt. Im großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses Weiden stellten die Verantwortlichen des Projekts insgesamt 40 neue Schulwegbegleiter vor. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß empfing die jungen Leute und ihre Ausbilder zu einer kleinen Feierstunde.
Schulwegbegleiter sind die Schutzengel für unsere Kinder.
„Dieser wichtigen Aufgabe kann man nicht genug Wertschätzung und Anerkennung zuteil werden lassen.“ Mit dieser Freude begrüßte Oberbürgermeister Kurt Seggewiß die Schüler zur „Amtseinführung“.
Die neuen Schulwegbegleiter kommen aus drei Weidener Schulen: 18 Schüler aus der Sophie-Scholl-Realschule, 13 Schüler aus der Gustl-Lang-Wirtschaftsschule und neun Schüler aus der Pestalozzi-Mittelschule. Die überwiegende Zahl der ausgebildeten Schulwegbegleiter sind wieder Mädchen. Derzeit sind 90 Schulwegbegleiter im Einsatz. In den elf Jahren, in denen das Projekt besteht, haben insgesamt 436 Jugendliche ihre Ausbildung absolviert. OB Seggewiß und die Ausbilder überreichten die Schulwegbegleiter-Ausweise mit Urkunde und als kleines Extra einen Gutschein für die Weidener Thermenwelt.
Arbeitgeber schätzen das Engagement
Die Ausweise mit den Leitsätzen: besonnen Streit schlichten, überlegt handeln, Vorbild sein, klug einschreiten und Hilfe holen, sind von PHK Willi Fritz und PK Josef Prill als Ausbilder unterschrieben. Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) Roland Ast, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Weiden, erklärt, wie wichtig das gemeinsame Projekt ist und sagte: „Prävention ist die vornehmste Aufgabe eines Polizisten.“
Er gab den jungen Leuten den Rat mit auf den Weg, die Ausbildung zum Schulwegbegleiter in Bewerbungsformularen mit zu erwähnen, denn viele spätere Arbeitgeber wissen dieses Engagement zu schätzen. Außerdem waren bei der Urkunden- und Ausweisübergabe EPHK Wolfgang Franz und POK Franz Völkl, von der Bundespolizei Waidhaus mit dabei.

