Er führte die Gäste durch das Haus, in dem 500 Mitarbeiter beschäftigt sind. Im „Blickpunkt“ bewunderten sie trotz des schlechten Wetters die Aussicht. Die Stadt Schwandorf feiert im nächsten Jahr „60 Jahre Städtepartnerschaft mit Libourne“. Und seit vier Jahrzehnten leistet der Libourne-Verein seinen Beitrag zur deutsch-französischen Völkerverständigung.

Am Freitagabend feierten die Mitglieder des Vereins in der voll besetzten Spitalkirche das Jubiläum zusammen mit den Gästen aus Libourne und der italienischen Partnerstadt Gualdo Tadino. Winzer aus den südfranzösischen Anbaugebieten hatten erlesene Weine, Pasteten und Käse mitgebracht, die Gastgeber steuerten bayerische Spezialitäten bei.

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Fabian Borkner griff zur Gitarre und stimmte französische und italienische Lieder an. Mit „Griechischer Wein“, dessen Melodie zur Hymne der französischen Rugbyspieler geworden ist, spannte der Alleinunterhalter den musikalischen Bogen.

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Willkommen im Landratsamt

Nach einer „kurzen Nacht“ erwarteten Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller am Samstagvormittag die Gäste im Landratsamt. Zur französischen Delegation gehörten Libournes Bürgermeister Philippe Buisson, Sous-Prefet (Landrat) Matthieu Doligez und die beiden Stadträte Gabi Höper und Pierre Prunis.

Sie sind die einzigen „deutschsprachigen Ausländer“ im Libourner Stadtparlament. Die aus Solingen stammende Gabi Höper lebt seit 15 Jahren in Libourne und ist dort als „Stadtrat für Internationales“ für die Pflege der Partnerschaften verantwortlich. Der Österreicher Pierre Prunis zog 2018 nach Südfrankreich und ist seit drei Jahren im Stadtrat für „Digitales“ zuständig und setzt, so wie Schwandorf auch, auf den digitalen Zwilling zur Steuerung des Verkehrs. Die 25 000-Einwohner-Stadt Libourne hat ähnliche Probleme mit dem Durchgangsverkehr wie Schwandorf.

Auch beim Volksfestumzug mit dabei

Nach dem Rundgang durch das Haus lud der Landrat zum Weißwurstessen in die Kantine ein. Das Jubiläum der Partnerschaftsvereine war nicht der einzige Grund für den internationalen Besuch. Die französischen und italienischen Gäste kamen vor allem deshalb nach Schwandorf, um am Samstag am Volksfestumzug teilzunehmen.

Im September plant der Libourne-Verein einen Gegenbesuch in der französischen Partnerstadt, um auch dort das 40-jährige Bestehen zu feiern. „Das versteht man unter gelebter Partnerschaft“, sagt Vorsitzende Sonja Dietl. Wer sich an der Fahrt nach Libourne beteiligen möchte, soll sich bei ihr melden. Der Libourne-Verein zählt 200 Mitglieder.