Almesbach/Weiden. Über 17 Wochen hinweg haben sie sich intensiv fortgebildet. Sechs Damen und 13 Herren haben jetzt den Abschluss als geprüfte Natur- und Landschaftspfleger in der Tasche und damit das Rüstzeug, um fachkundig in der Pflege von Natur und Landschaft tätig zu sein.

„Sie sind Vermittler zwischen Natur und Gesellschaft. Vermittler zu einer Gesellschaft, die in Gefahr ist, den Bezug und damit das Bewusstsein für die Natur zu verlieren“, sagte der Leiter des Almesbacher Fortbildungszentrums Helmut Konrad. Durch die anerkannte Fortbildungsprüfung hätten sich die 19 Absolventen fit gemacht, „um einen erheblichen Beitrag für einen Ausgleich zu unserer intensiv genutzten Kulturlandschaft“ zu leisten.

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Teilnehmer aus ganz Deutschland

Der Absolventenjahrgang war der 25. seit der Gründung der Fortbildung im Jahr 1992. Damals habe es in Deutschland noch mehrere, ähnlich gelagerte Fortbildungen gegeben, vor allem mit dem Ziel Landwirten als Landschaftspfleger ein zweites Standbein zu ermöglichen. Im Jahr 1998 sei mit einer Bundesverordnung ein einheitlicher Rahmen für die Fortbildung geschaffen worden. Die Ausgangsberufe seien vielseitiger geworden und das Teilnehmerfeld habe sich mehr und mehr auf ganz Deutschland ausgedehnt.

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Auch der 25. Jahrgang repräsentiert mit Teilnehmern vom Allgäu bis aus der Gegend um Hamburg die gesamte Bundesrepublik. Ein Umstand, den auch der stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Landschaftspflege, Dieter Pasch, als besonders erfreulich empfand. Allein in Bayern sind bereits 454 Fachwirte für Natur- und Landschaftspflege ausgebildete worden. „Besonders spannend finde ich, dass sich auch zahlreiche Landwirte haben fortbilden lassen“, so Pasch. Das habe die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Verbänden nochmals verstärkt. Weitere berufliche Perspektiven böten Naturparke, Kommunen oder Landschaftspflegeverbände.

Markstein im beruflichen Werdegang

Für die Absolventen blickte Nicolas von Holck auf die vergangenen Monate zurück. Der Abschluss sei für viele ein Markstein im beruflichen Werdegang. Im Laufe der 17 Lehrgangswochen mit Exkursionen bei Wind und Wetter habe sich eine gute Gemeinschaft gebildet, in der sich die Teilnehmer gegenseitig unterstützt hätten. Fortbildungsleiterin Iris Prey hatte für die Absolventen einen Orden aus Almesbacher Kirschbaumholz vorbereitet, den sie den Absolventen zusammen mit den Urkunden überreichte. Gratulationen gab es auch von Helmut Konrad und Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht. „Ich wünsche Euch, dass der Samen den ihr ausstreut Früchte trägt“, sagte Prey. Die besten Absolventen waren Felix Pfeifer aus Greußenheim (Gesamtnote 1,2), Miriam Distler aus Wolnzach (1,39) und Regina Helminger aus Fridolfing (1,47).

Tagung der geprüften Natur- und Landschaftspfleger

Anlässlich des 25. Absolventenjahrgangs der Fortbildung zum Geprüften Natur- und Landschaftspfleger (GNL) fand in Almesbach die GNL-Jahrestagung statt. Stefan Thurner vom Institut für Landtechnik und Tierhaltung der LfL referierte über Maschinen für die Grünlandpflege. Praktischer wurde es am Nachmittag bei den Maschinenvorführungen rund um das Gelände des Fortbildungszentrums Almesbach. Rund 15 Aussteller – darunter Firmen, Verbände und eine Kräuterführerin – informierten an ihren Ständen über ihre Dienstleistungen und ihre Produkte.