Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Einbrüche haben für Opfer oft weitreichende Folgen. Während die materiellen Schäden für die Betroffenen einerseits unterschiedliche Ausmaße haben können, sind es vor allem psychische „Narben“ und Ängste die den Opfern nach einem Einbruch bleiben. Auch wenn die Oberpfälzer Polizei 2017 eine starke Senkung der Wohnungseinbrüche erzielen und verzeichnen konnte, bleibt der Kampf gegen Wohnungseinbrecher ein priorisiertes Ziel.

Im Rahmen der Kooperationsvereinbarung zwischen Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland Pfalz im gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Oberpfalz fanden verstärkte Kontrollen zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität statt. Besonders die Wohnungseinbruchskriminalität stand dabei im Fokus der Fahnder.

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Zwischen 15 und 21 Uhr kontrollierten über 160 Einsatzkräfte aus der Oberpfalz und von der Bayerischen Bereitschaftspolizei 643 Personen und 406 Fahrzeuge. Im Ergebnis konnten sie zwar keinen Wohnungseinbrecher auf frischer Tat festnehmen, dennoch tätigten die Beamten drei Festnahmen im Zusammenhang mit anderen Taten. Unter ihnen befand sich ein mit Haftbefehl gesuchter Dieb.

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Ermittlungsverfahren gegen weitere Tatverdächtigte

Die anderen tatverdächtigen Personen sehen sich mit strafrechtlichen Ermittlungsverfahren, beispielsweise wegen Verstößen nach dem Waffengesetz, konfrontiert. Sichergestellt wurden unter anderem Anscheinswaffen und Ausweise, die nicht zu der betroffenen Person gehörten.

Drei Personen waren zudem ohne die erforderliche Fahrerlaubnis unterwegs. Bei zwei Fahrzeuglenkern ergaben sich Anzeichen für Fahrten unter Betäubungsmitteleinfluss. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet und Blutentnahmen durchgeführt.

Bisherige Erfahrungen der Polizei

Wohnungseinbrecher nutzen erfahrungsgemäß günstig gelegene Fenster oder Türen, um diese aufzubrechen. Dazu nähern sie sich bevorzugt über rückwärtige Bereiche wie zum Beispiel den Garten oder die Terrasse an die Einbruchsobjekte an. Dabei nutzen sie in der Regel die Abwesenheit der Bewohner.

Potentielle Tatobjekte werden vorher ausspioniert um herauszufinden, ob sich jemand in der Wohnung oder im Haus aufhält. Das erfolgt meist durch Auskundschaften der Umgebung, Kontrollanrufe oder Sturmklingeln kurz vor dem Einbruch. Vereinzelt kommt es auch zu einer persönlichen Kontaktaufnahme mit den späteren Opfern. So wird beispielsweise unter einem Vorwand an der Türe geklingelt, um zu sehen, ob ein ungestörter Einbruch möglich ist.

[box type=“note“ style=“rounded“]Tipps der Polizei:

  • Sorgen Sie für Helligkeit im Umfeld ihres Hauses bzw. ihrer Wohnung z.B. durch Installieren eines Bewegungsmelders
  • Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit immer verschließen. Vorsicht: „ Gekippte Fenster sind offene Fenster“
  • Rollläden nur zur Nachtzeit geschlossen halten, um nicht tagsüber Abwesenheit zu signalisieren. Dies kann durch den Einsatz von Zeitschaltuhren oder durch Nachbarn/Angehörige erreicht werden
  • Bei längerer Abwesenheit Hinweise auf Leerstand vermeiden z.B. überquellender Briefkasten, entsprechende Mitteilung auf dem Anrufbeantworter, zugezogene Gardinen etc.
  • Bewusst auf verdächtige Personen und Fahrzeuge im Umfeld achten; evtl. auch Kfz-Kennzeichen, Marke und Fahrzeugtyp sowie Beschreibungen zu Personen notieren
  • Die Polizei kann nicht überall sein, um Straftaten zu verhindern. Doch fast immer gibt es Nachbarn, die einander helfen können. Nach den Erkenntnissen der Polizei trägt die Nachbarschaftshilfe entscheidend zur Verhinderung von Einbrüchen bei
  • Sollten Sie Zeuge eines Einbruches werden, verständigen Sie sofort über die polizeiliche Notrufnummer: 110 die Polizei
  • Generell gilt: Lieber einmal zu viel, als einmal zu wenig anrufen[/box]

Kriminalpolizeiliche Beratungsstellen

Darüber hinaus verfügen die Kriminalpolizeiinspektionen Regensburg, Amberg und Weiden über speziell ausgebildete Fachberater, bei denen man sich unter anderem zum Thema Einbruchschutz beraten lassen kann. Die Beamten kommen auf Wunsch auch vor Ort und geben kostenlos Tipps, wie man die Sicherheit in seinem Haus bzw. seiner Wohnung verbessern kann. Ihre Erreichbarkeit erhält man über die örtlich zuständige Polizeiinspektion.

Wie man sein Hab und Gut wirksam vor Einbrechern schützt, findet man auch im Internet unter www.k-einbruch.de oder www.polizei-beratung.de