Weiden. Achtung! Die Polizei warnt vor „Schockanrufen“, die inzwischen mehrere Weidener gemeldet haben. Dahinter stecken Betrüger.
Freitagmittag sollen mehrere Weidener sogenannte „Schockanrufe“ erhalten haben. Wie die Polizei Weiden mitteilt, soll sich die Frau am anderen Ende der Leitung als Polizeihauptkommissarin oder Kriminalrätin ausgegeben haben. Der Grund für den Anruf: Der Sohn oder die Tochter habe einen selbstverschuldeten Verkehrsunfall verursacht, bei dem eine Person getötet worden sein.
Der Sohn/die Tochter befinde sich in Haft und könne nur durch eine Kaution in Höhe von bis zu 60.000 Euro auf freien Fuß gesetzt werden. Zum Glück haben die mutmaßlichen Opfer die Masche durchschaut und die Polizei verständigt, trotzdem ist laut Polizei Vorsicht geboten.
„Die Anrufe gestalten sich sehr professionell, da im Hintergrund immer eine weinende Frau zu vernehmen ist. Dadurch werden die Opfer in eine emotionale Stresssituation versetzt und hinterfragen den Sachverhalt nicht mehr, sondern wollen ihren Kindern verständlicherweise helfen„, erklärt ein Polizeisprecher. Wer so einen Anruf erhält, soll sich bitte an die zuständige Polizeidienststelle wenden. Dort werde im Zweifelsfall abgeklärt, ob tatsächlich ein Unfall vorliegt oder nicht.
Trickanruf vom „Bankmitarbeiter“
Die Betrugsmaschen variieren ständig. Einen Weidener (56) hat am Samstagabend zum Beispiel ein angeblicher Bankmitarbeiter angerufen. Er hat dem 56-Jährigen geschildert, dass gerade unberechtigt 1.000 Euro von seinem Konto abgebucht wurden. Um weitere Abbuchungen zu verhindern, müsse der Geschädigte eine neue TAN generieren und sie dem Anrufer mitteilen, damit das Guthaben gesichert werden könne.
Richtigerweise ist der Weidener auf diese Forderung nicht eingegangen und hat Anzeige erstattet. Auch in diesem Fall weist die Polizei darauf hin, dass keine Bank Abfragen über persönliche Daten oder Geheimnummern telefonisch abfragt.
„Bei diesen Anrufen handelt es sich grundsätzlich um Betrugsversuche“, warnt die Polizei.

