Der Vizepräsident des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Thomas Schöniger und Polizeioberrat Vincent Bauer stellten jetzt die Verkehrsstatistik für das Jahr 2021 vor. Sie zeigten auf, dass sich die Corona-Pandemie weiterhin auf die Verkehrsunfallstatistik auswirkt, wenn auch nicht mehr so stark wie 2020.
„Auch wenn die Kennzahlen aus dem Corona-Jahr 2020 überwiegend nicht erreicht werden konnten, so sind im Vergleich zu 2019 erneut wesentliche Rückgänge der Unfallzahlen festzustellen. „Es zeigt sich ein langfristiger positiver Trend“, kann Polizeivizepräsident Schöniger konstatieren.
Mehr als 33.000 Unfälle in der Oberpfalz
Insgesamt stellten die Beamten 33.032 Verkehrsunfälle in der Oberpfalz fest. Dies bedeutet einen Anstieg von 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden, bei der in der Langzeitentwicklung lediglich geringfügige Schwankungen festzustellen sind, reduzierte sich abermals um 1,7 Prozent auf nun 3.682 Fälle.
Bei den verletzten Verkehrsteilnehmenden war ein leichter Anstieg um 32 Personen auf nun 4.859 zu verzeichnen. Hierbei handelte es sich vor allem um leichte Verletzungen. Die Anzahl der Schwerverletzten ging um 7,7 Prozent auf 838 Personen zurück. Dies stellt den geringsten Wert im Zehn-Jahres-Vergleich dar.
51 Menschen starben auf den Oberpfälzer Straßen
Polizeivizepräsident Schöniger: „51 Verkehrsteilnehmer mussten ihr Leben auf den Straßen der Oberpfalz lassen. Auch wenn dies den zweitniedrigsten Wert seit Einführung der Unfallstatistik vor mehr als 65 Jahren darstellt, so ist jeder Unfalltote einer zu viel!“ Mit 33 Personen verstarb die Mehrzahl der Verkehrstoten auf den Landstraßen.
Hier stieg die Zahl der Verkehrsunfälle um 8,4 Prozent auf nun 14.606. Deshalb wird die Verkehrssicherheit auf Landstraßen weiterhin im Fokus der Oberpfälzer Polizei liegen. In enger Zusammenarbeit mit den Verkehrsbehörden sollen erkannte Gefahrenstellen entschärft werden. Auch sind insbesondere hier entsprechende Verkehrsüberwachungsmaßnahmen, beispielsweise auch Geschwindigkeitskontrollen, geplant.
Hände weg vom Handy
Neben dieser Schwerpunktsetzung bleiben der Motorrad- und Fahrradverkehr sowie Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort ebenfalls verstärkt im Fokus der Polizei, um das hohe Niveau an Verkehrssicherheit weiter beizubehalten.
6.444 Verstöße wegen der Nutzung von mobilen Geräten wie Mobiltelefonen stellte die Oberpfälzer Polizei im vergangenen Jahr fest. Sie geht von einem hohen Dunkelfeld an Unfällen, bei dem Ablenkung ursächlich war, aus. Polizeivizepräsident Schöniger appelliert, auf das Handy am Steuer zu verzichten und betont: „Keine Whatsapp-Nachricht ist so wichtig, dass für sie Gesundheit oder Leben aufs Spiel gesetzt werden sollte.“

