Regensburg. Die Kriminalpolizei konnte einen Tatverdächtigen, der im Zusammenhang mit einem Mord in Regensburg gesucht wurde, in Weiden festnehmen.
Die Polizei hat nach aufwendigen und zeitintensiven Ermittlungen den Mord an einer Frau (33) mit rumänischer Staatsangehörigkeit geklärt. Die Frau war im Rotlichtmilieu tätig.
Die Kriminalbeamten sehen einen 21-jährigen Mann mit malischer Staatsangehörigkeit als für die Tat verantwortlich. Dieser konnte am Montagabend gegen 18:30 Uhr im Stadtgebiet Weiden widerstandslos festgenommen werden. Er sitzt jetzt in einer Justizvollzugsanstalt.
Trotz der Festnahme am Montagabend, galt es noch einige Fragen zu klären. Erst am heutigen Mittwochvormittag ging beispielsweise ein dafür entscheidendes Untersuchungsergebnis von DNA-Spuren aus der Rechtsmedizin in Erlangen bei der Kripo ein.
Das Motiv: Habgier und Vedeckungsabsicht
Nachdem es zu Beginn der Ermittlungen keinen konkreten Tatverdacht gab, waren für die etwa 25 Angehörigen der eigens gegründeten „EKO Alemannen“ unzählige Fragen offen. Die Beamten mussten zahlreiche Vernehmungen durchführen, sichteten Videomaterial und Handydaten. Schließlich gelang es den Ermittlern, Personen die sich in der Tatnacht im Anwesen aufgehalten haben, aber auch Personen aus dem sozialen Umfeld der Getöteten als mögliche Tatverdächtige auszuschließen oder neue Verdachtsmomente zu gewinnen.
Eine dieser Spuren führte schließlich zu dem tatverdächtigen 21-Jährigen, der die Tathandlung im Wesentlichen auch einräumt. Bei dem Mann wurde unter anderem das Mobiltelefon der Geschädigten gefunden. Sein Motiv: Habgier und Verdeckungsabsicht. Nach derzeitigem Erkenntnisstand ist die 33-Jährige durch stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Halsbereich verstorben.
Täter hätte abgeschoben werden sollen
Der Tatverdächtige ist Staatsangehöriger der Republik Mali. Nach derzeitigen Erkenntnissen reiste er am 30.03.2017 als Asylbewerber in die Bundesrepublik Deutschland ein. Bereits am 20.06.2017 wurde sein Asylantrag seitens der Ausländerbehörden abgelehnt. Da der Mann jedoch nicht im Besitz eines gültigen Ausweispapieres war, wurden seitens der Ausländerbehörden bei der Republik Mali Passersatzpapiere beantragt. Bis zum Vorliegen dieser Papiere wurde die Abschiebung des Mannes ausgesetzt und eine zeitlich befristete Duldung ausgesprochen. Am 01.09.2017 wurde der Mann von Regensburg in eine Asylbewerberunterkunft in der nördlichen Oberpfalz verlegt.
Auch wenn der Kripo Regensburg mit der Festnahme des Mannes ein wichtiger Schritt bei der Aufklärung des Gewaltverbrechens gelungen ist, laufen die Ermittlungen auf Hochdruck weiter. Es gilt, noch offenen Fragen nachzugehen und die bisher gewonnenen Erkenntnisse weiter zu verifizieren.

