Weiden. Eine Auseinandersetztung zwischen der Polizei und einem Unruhestifter endete gestern Abend mit Anzeigen wegen Beleidigung und Körperverletzung.
Gestern gegen 13:30 Uhr gab es ein ganz schönes „Tohuwabohu“ in der Max-Reger-Straße in Weiden. Ausschlaggebend für die Geschichte war zunächst, dass gegen 12:00 Uhr ein Bewohner (20) aus Neustadt/WN in einem Lebensmittelgeschäft in der Fußgängerzone einen Platzverweis erhalten hatte. Der amtsbekannte junge Herr hatte sich in dem Geschäft deutlich ungebührend verhalten und wurde durch die Polizei aus dem Laden verwiesen.
13-Jährige bespuckt
Doch anstatt den Heimweg anzutreten kam es gegen 13:30 Uhr zum Showdown in der Fußgängerzone mit dem jungen Mann als einem der Hauptdarsteller. Der Landkreisbewohner zog fußläufig seine Kreise in der Fußgängerzone und beschimpfte und bespuckte hier wahllos mehrere Passanten. Auch eine 13-Jährige wurde Opfer des Mannes.
Außerdem bedachte er unzählige unbeteiligte Personen mit Beschimpfungen der untersten Schublade und auch teils deutlich anzüglicher Art. Passanten riefen schließlich die Polizei, welche den Mann wenige Meter weiter bei der Johannisstraße antraf. Auch hier begann er sofort mit Beschimpfungen und drohte mit Schlägen. Da er äußerst aggressiv war, wurde er durch die Beamten zu Boden gebracht und gefesselt.
Frau filmt Auseinandersetzung
Bis hierhin sah alles nach einem routinemäßigen Einsatz aus. Doch das Blatt wendete sich urplötzlich als eine Weidenerin (28), die kurz zuvor von dem jungen Mann bespuckt worden war, nebst Begleitern hinzukam. Allerdings nicht um sich bei dem Mann zu beschweren – überraschenderweise solidarisierte sie sich mit dem Angreifer und ging nun ihrerseits auf die Polizisten los. Auch sie begann die Polizisten aggressiv anzugehen, sie zu beschimpfen und filmte die Angelegenheit mit ihrem Smartphone.
Weitere unbeteiligte Passanten kamen hinzu und versuchten die aufgebrachten Personen um die Filmerin zu beruhigen. „Es entstand eine Rudelbildung wie sie sonst nur beim Fußball zu finden ist“, sagt Pressesprecher Mario Schieder. Nur durch weitere hinzugezogene Streifen konnte die Lage schließlich beruhigt werden. Ein Tohuwabohu an dessen Ende mehrere Anzeigen gegen allerlei beteiligte Personen wegen Körperverletzung u.ä. stehen. Und auch die Filmerin muss sich strafrechtlich verantworten.

