Tirschenreuth. Ein nicht alltäglicher Einsatz beschäftigte die Polizei Tirschenreuth und die Stadtverwaltung Tirschenreuth. Denn ein 25-jähriger ungarischer Staatsbürger, der kein Wort deutsch bzw. englisch sprechen konnte, meldete sich letzte Woche völlig mittellos bei der Polizei Tirschenreuth.

Die Sprachbarriere machte es Polizei und Ungare zunächst unmöglich, sich zu verständigen. Erst die telefonische Unterstützung eines Dolmetschers brachte Licht ins Dunkel: Wie der junge Mann dann erklärte, hatte ein Landsmann ihn mit falschen Versprechungen zu einem Arbeitsplatz nach Deutschland gelockt. Nachdem er für kurze Zeit beschäftigt war, kam es wohl zum Streit über Bezahlung beziehungsweise Weiterbeschäftigung zwischen den beiden Männern. Der vermeintliche Arbeitgeber machte es sich leicht: Er warf den jungen Mann kurzerhand raus und setzte ihn auf die Straße. Völlig mittellos suchte der 25-Jährige schließlich Hilfe bei der Polizei.

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Nach einem kurzen Telefonat mit der Stadt Tirschenreuth kam Rebecca Müller sofort zur PI Tirschenreuth, um eine Strategie zu erarbeiten und den jungen Mann zeitnah nach Hause zu bringen. Für die erste Nacht kam der Mann in einem Notzimmer der Stadt Tirschenreuth unter. Ein sofort ausbezahltes Taschengeld ermöglichte ihm zumindest sich Essen und Trinken zu kaufen. Müller konnte zwischenzeitlich ein Zugticket in die Heimatstadt des jungen Gestrandeten buchen. Eine Polizeistreife aus Tirschenreuth brachte den jungen Ungar zum Bahnhof Wiesau. Die Beamten übergaben den Mann einer Reisegruppe, die zufällig zum Weihnachtsmarkt Regensburg unterwegs war, und vereinbarten mit ihnen, den Mann in den richtigen Anschlusszug zu setzen.

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Zwischenzeitlich dürfte der Mann wieder in seiner Heimat eingetroffen sein. Die völlig unbürokratische Hilfe der Stadt Tirschenreuth und die Hilfe von Unbekannten machte es möglich den jungen Mann wieder in seine Heimat zu bringen und dass er zumindest den letzten Teil seines Aufenthalts in positiver Erinnerung behält.