Weiden. Heute am frühen Morgen wurde bei einem Unfall auf der A93 zwischen den Anschlussstellen Weiden-West und Weiden-Nord eine Person leicht verletzt. Der Unfallfahrer behauptete er wäre gar nicht gefahren.
Der Mann (38) aus der Landkreismitte Neustadt/WN befuhr mit seinem Mitsubishi den linken der zwei vorhandenen Fahrstreifen der A 93 in Richtung Norden und überholte dabei einen mit Langholz beladenen Sattelzug, welcher von einem 28-jährigen tschechischen Staatsbürger gesteuert wurde.
Während des Überholvorgangs geriet der Autofahrer aus bisher unbekannter Ursache nach rechts und streifte das Langholzfuhrwerk. Dadurch wurde der Mitsubishi zunächst in die Mittelschutzplanke gedrückt, schleuderte mehrfach von links nach rechts, schlug dann in die rechte Außenschutzplanke ein und kam total beschädigt auf dem Pannenstreifen zum Stehen. Der vermeintliche Unfallverursacher wurde dabei leicht verletzt und noch an der Unfallstelle durch das Rote Kreuz versorgt.
„Ich bin nicht gefahren“
Allerdings stritt der Mann ab, der Fahrer des Unfallfahrzeugs gewesen zu sein. Dies solle eine nächtliche Zufallsbekanntschaft sein, von dem er keine näheren Details wisse. Dieser habe sich inzwischen von der Unfallstelle entfernt. Allerdings dürfte es sich aufgrund der vorgefundenen Situation und der Tatsache, dass der 38-Jährige deutliche Alkoholisierungsmerkmale aufwies nur um eine Schutzbehauptung handeln.
Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden wurde deshalb eine Blutentnahme bei dem Landkreisbewohner angeordnet, welche durch einen hinzugezogenen Arzt durchgeführt wurde. Ferner wurde ein Gutachter in die Ermittlungen einbezogen, der die Fahrereigenschaft klären soll.
Das Auto des Unfallverursachers wurde durch ein verständigtes Abschleppunternehmen geborgen. Durch den Unfall entstand ein Gesamtschaden von rund 6.000 Euro.
Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang und vor allem zum Fahrer machen können, werden gebeten, sich mit der Verkehrspolizeiinspektion Weiden Tel. 0961/401-0, in Verbindung zu setzen.

