Streifen der Bundespolizeiinspektion Waidhaus und der Grenzpolizeiinspektion Waidhaus sammelten daraufhin im gesamten Ortsgebiet 17 syrische Staatsbürger in mehreren Grüppchen ein. Darunter befanden sich fünf Kinder im Alter von vier bis elf Jahren.
Die Beamten brachten alle zur Bundespolizei, wo man im Innenhof zur Versorgung und schnellen Sachbearbeitung seit geraumer Zeit ein kleines „Containerdorf“ mit klimatisierten Räumen betreibt. Alle Personen waren ausweislos, in noch keinem anderen Land als Flüchtlinge registriert und polizeilich noch nicht in Erscheinung getreten.
Ein weiter Weg bis Waidhaus
Im Rahmen der Vernehmung gaben die Personen an, von Syrien über die Türkei, Bulgarien, Serbien, Ungarn, Slowakei und Tschechien nach Deutschland geschleust worden zu sein. Von der Slowakei bis nach Waidhaus wurden sie von Schleusern (noch) unbekannter Herkunft in Autos gebracht. Pro Person hätte man allein für diesen Transport schon etwa 4000 Euro bezahlen müssen.
Nach der Versorgung mit Getränken und Nahrung sowie der polizeilichen Sachbearbeitung leitete die Bundespolizei die syrischen Migranten an die Erstaufnahmeeinrichtung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Regensburg weiter. Die Bundespolizei ermittelt aufgrund von Fotos und Aussagen nun gegen drei flüchtige Schleuserfahrer.

