Die drei wichtigsten Merkmale seien laut dem Leiter der Polizeiinspektion Tirschenreuth, Günther Burkhard, die technische Ausstattung, der Selbstschutz sowie das Verhalten im Straßenverkehr. „Themen wie Licht, Reflektoren und eine Klingel sollten eine Selbstverständlichkeit sein. Ebenso das Kennen und Einhalten der geltenden Verkehrsregeln. Und auch die Erkennbarkeit auf dem Rad, also die passende Kleidung, ist wichtig“, so Burkhard.
Die Sache mit dem Helm
Immer mehr Menschen fahren auch mit dem Rad zur Arbeit, in den frühen Morgenstunden sei es nochmal wichtig gut sichtbar zu sein. „Ein weiteres großes Thema ist der Helm. In Deutschland besteht keine Helmpflicht. Durch die Erfahrungen, die wir bei Unfällen machen, raten wir jedoch dringend dazu, einen Helm zu tragen“, so Manfred Liebl von der Polizei in Waldsassen. Ein weiterer interessanter Aspekt sei das „Nebeneinander Fahren“, das sei in Deutschland erlaubt. Auch die Abstände, die Autos zu Radfahren machen müssten, seien klar geregelt: Innerorts eineinhalb, außerorts zwei Meter.
Rücksicht und ein gutes Miteinander
Landrat Roland Grillmeier bedankte sich bei den drei Polizeiinspektionen Tirschenreuth, Waldsassen und Kemnath für ihre zuverlässige Arbeit. Diese sei von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit auf Straßen und Radwegen. „Neben all den genannten Punkten geht es aber vor allem um gegenseitige Rücksichtnahme und ein gutes Miteinander. Wenn jeder Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer nimmt, dann ist jedem geholfen“, appellierte Grillmeier.
Abschließend gaben die Verantwortlichen noch einen Einblick in die Unfallstatistik mit Radfahren im Landkreis Tirschenreuth. Im Jahr 2022 gab es 42 Unfälle mit Radfahrern, davon wurden 40-mal die Radfahrer verletzt. Dies ist ein Rückgang im Vergleich zum Jahr 2021 (51 Unfälle). Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Dunkelziffer der Radfahr-Unfälle höher ist, vor allem im Bereich der Stürze ohne Beteiligung Dritter.
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