Beamte der Polizeiinspektion Tirschenreuth führten am Freitagnachmittag Schwerlastkontrollen durch. Dabei fiel der Streife ein vollbeladener tschechischer Sattelzug mit Kurzholzstämmen auf. Der Brummi wurde zu einer Brückenwaage nach Tirschenreuth gelotst. Die Waage, die bis zu 50 Tonnen anzeigt, schaltete sich aber prompt ab. Schätzungen der Beamten zu Folge, dürfte der Brummi tatsächlich über 55 Tonnen gewogen haben.
Das entspricht einem satten „Übergewicht“ von 15 Tonnen. Der tschechische Lkw-Fahrer musste ein Bußgeld von mehreren Hundert Euro bezahlen. Zudem bekommt auch der Betreiber der tschechischen Firma eine Bußgeldanzeige. Der Sattelzug wurde aus dem Verkehr gezogen. Ein Teil des Holzes musste abgeladen werden, bevor die Fahrt fortgesetzt werden durfte.
Zweiter Lkw war nicht mehr verkehrssicher
Nur kurze Zeit später wurde ein weiterer Kurzholz-Lkw mit Anhänger überprüft. Auch der schien mehr als die erlaubten 40 Tonnen auf die Waage zu bringen. Es stellte sich heraus, dass dieses Lkw-Gespann derselben tschechischen Firma gehörte, wie der zuvor kontrollierte 55-Tonner. Auch das Gespann war um 5.000 Kilogramm überladen. Zudem machte das Gefährt auf die Beamten noch einen ziemlich verkehrsunsicheren Eindruck.
Und tatsächlich: Prüfer der TÜV-Stelle Tirschenreuth entdeckten nicht nur 72 Mängel, sie stuften den Lkw sogar als komplett verkehrsunsicher ein: Die Achse war mehrfach gebrochen, die Bremsen defekt und der Rahmen gerissen. Dem tschechischen Lkw-Fahrer wurde die Weiterfahrt untersagt und gegen ihn ein Bußgeldverfahren im vierstelligen Euro-Bereich eingeleitet. Der Lkw samt Anhänger wurde von der Polizei sichergestellt.

