Im Alter mobil bleiben – Das ist der Wunsch von jedem. Dafür gibt es heute mehr Möglichkeiten denn je. Zwei Möglichkeiten sind dabei E-Bikes oder Pedelecs. Speziell für Pedelecs hat die Polizeiinspektion Eschenbach gemeinsam mit der Verkehrswacht Eschenbach nun erstmals einen Kurs für Menschen ab 60 Jahren am Verkehrsübungsplatz der Grund- und Mittelschule angeboten. Hintergrund ist unter anderem, da die Unfälle mit Fahrrädern im Inspektionsgebiet zunehmen.

Pedelec ist nicht gleich E-Bike

14 rüstige Senioren im Alter von 60 bis 85 Jahren wagten sich heran. Dabei war vielen der Unterschied zwischen E-Bike und Pedelec gar nicht klar, wie Polizeihauptmeister Paul Zawal feststellen musste. Schließlich „stand auf der Rechnung E-Bike“, wie ein Teilnehmer versicherte. Darum klärte er die Teilnehmer einmal auf: Ein Pedelec ist ein Fahrrad mit Elektromotor, das bis zu 25 Kilometer pro Stunde eine Trittunterstützung bietet und grundsätzlich zulassungsfrei ist.

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E-Bikes hingegen fahren allein durch den Elektroantrieb auch ohne Treten. Rechtlich gelten diese als Mofas, ab einer möglichen Leistung bis 45 Kilometer pro Stunde ist auch eine Fahrerlaubnis der Klasse AM nötig und sie brauchen ein Versicherungskennzeichen. Dazu gibt es noch die S-Pedelecs, die bis 45 Kilometer pro Stunde Trittunterstützung leisten und ebenfalls eine Fahrerlaubnis der Klasse AM und Versicherungskennzeichen erfordern. E-Bikes und S-Pedelecs haben eine Helmpflicht.

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Verschiedene Stationen

Trotz Regenschauer wagten sich die Pedelec-Fahrer dann an den Parcours. Slalomfahren, während der Fahrt mit einer Hand einen Tennisball aufnehmen und in einen Korb werfen, einen Achter fahren und Vollbremsung sahen leichter aus als sie dann waren.

Zawal erklärt: „Der Wendekreis ist beim schweren Pedelec etwas größer als beim normalen Fahrrad. Darum kamen die Fahrer nicht immer um die Kurve.“ Oft wird auch die Anfahrt unterschätzt: Bestimmt der Fahrer eines normalen Fahrrads die Geschwindigkeit selbst, kann der Motor eines Pedelecs schon mal rasant loslegen, auch wenn er nur unterstützt.

Nach dem 90-minütigen Kurs waren die Senioren nicht nur durchnässt, sondern auch um einiges gescheiter. Zawal zieht ein positives Resümee: „Allen Teilnehmern hat der Kurs Spaß gemacht und sie haben ihn als wichtig empfunden.“ Die Kurse sollen in regelmäßigen Abständen weiter angeboten werden.