Waldsassen. Diese Diebe waren scheinbar nicht das erste Mal auf Beutezug in Kirchen unterwegs. Im Auto fanden die Beamten Kleingeld und typische Werkzeuge um Opferstöcke aufzubrechen.
Ein Trio aus Tschechien wurde vergangenen Freitagnachmittag von den Schleierfahndern kurz vor der Ausreise nach Tschechien angehalten und überprüft. Dabei stellte sich heraus, dass im Fond des Ladas ein „alter Bekannter“ saß, dessen Gesicht den Fahndern aus früheren Sachbearbeitungen, überwiegend wegen Diebstählen, in Erinnerung geblieben war.
Und tatsächlich konnten bei der weiteren Durchsuchung des Autos mehrere kleine Kosmetiktaschen mit fast einhundert Euro Münzgeld gefunden werden. Außerdem entdeckten die Polizisten im Fahrzeug Drähte, Klebeband und Zangen. Dabei handelt es sich um typische Utensilien, um Münzgeld aus Opferstöcken herauszufischen.
Schon vor zwei Wochen auf Diebestour
Der 57-Jährige gab schließlich nach eindringlicher Befragung zu, in einer Kirche in Oberfranken gemeinsam mit seinen beiden Begleitern, dem Fahrer und einer Bekannten, das Geld aus einem solchen Opferstock gestohlen zu haben. Das Trio wurde wegen des Diebstahls angezeigt und das Geld sowie die Utensilien sichergestellt. Von der Reue getrieben erleichterte der 57-Jährige im Zuge seiner anschließenden Vernehmung sein Gewissen und gab eine gleichgelagerte Diebestour vor zwei Wochen zu Protokoll.

