Weiden/Neustadt/WN/Tirschenreuth. Wie bildet man eine korrekte Rettungsgasse? Noch immer kann nicht jeder Verkehrsteilnehmer diese Frage richtig beantworten. Das soll sich jetzt aber ändern.

Ein Fahrzeug links, alle anderen rechts:  In der Theorie klingt das recht einfach. In der Praxis klappt es aber leider nicht immer, wie die jüngsten Unfälle gezeigt haben. Trotzdem ist es auf Autobahnen und mehrspurigen Straßen in Deutschland Pflicht, bei Unfällen eine Rettungsgasse zu bilden. Und dabei zählt oft jede Minute.

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Gemeinsame Sache für mehr Sicherheit

Um daran etwas zu verbessern machen der ADAC Südbayern und die Bayernwerk AG gemeinsame Sache: Der Automobilclub rüstet alle 1600 Fahrzeuge der Bayernwerk AG mit Rettungsgasse-Aufklebern aus. Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Reimund Gotzel ist begeistert von der Aktion: „Die Rettungsgasse kann Menschenleben retten. Dessen sollten sich alle bewusst sein, die viel Zeit in ihren Fahrzeugen verbringen. Wenn man in einen Unfall verwickelt wird, ist man froh, hinter sich eine Rettungsgasse zu haben.“

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„Wenn der Verkehr steht, ist es zu spät“

Wer früh genug an die Rettungsgasse denkt, dürfte laut Polizeipräsidenten Gerold Mahlmeister keine Probleme haben: „Die Rettungsgasse ist kinderleicht! Aber bitte schon bei zähfließendem Verkehr an die Rettungsgasse denken. Denn wenn der Verkehr erst einmal steht, ist ein Rangieren nicht mehr möglich.“ Und auch Alexander Kreipl, Verkehrspolitischer Sprecher des ADAC Südbayern, appelliert an die Autofahrer: „Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Verkehrsteilnehmer zur Seite fahren – und die Gasse auch offen halten, selbst wenn das erste Einsatzfahrzeug durch ist und bis sich der Stau aufgelöst hat!“

Aufrüsten für mehr Sicherheit

Neben der Sticker-Aktionen weisen auch Banner an der Autobahn auf die Rettungsgasse hin. Außerdem soll eine verstärkte Aufklärungskampagne helfen, den Gedanken an die Rettungsgasse weiter zu verbreiten. Unter anderem enthält sie einen neuen, fünfsprachigen Infoflyer, spezielle Rettungsgassen-Hinweise für BMW-Fahrzeug-Informationssysteme sowie eine innovative Rettungsgassen-App der Hochschule Landshut. Und auch der ADAC rüstet auf: Schon bald soll eine neue Fahrsicherheitsanlage, ein Verkehrsübungsplatz für den Fahrnachwuchs und neue Seminar- und Aufenthaltsräume für theoretische Kurse in Betrieb genommen werden.