Weiden. In zwei Fällen wurden am Wochenende Messer zur Bedrohung eingesetzt. Einer der Besitzer verletzte dabei sich selbst.
Fall 1:
Am Freitag in den frühen Abendstunden kriegten sich in einer Grünanlage in der Braunmühlstraße mehrere Jugendliche in die Haare. Neben Schlägen kam auch ein Springmesser zum Einsatz, mit dem einer der Jugendlichen gegenüber den anderen eine drohende Haltung einnahm. Einem Beteiligten gelang es, den Bedroher zu Schubsen, wodurch dieser das Messer verlor. Daraufhin flüchteten die Jugendlichen in verschiedene Richtungen.
Der neue Messerbesitzer führte den restlich verbliebenen Jugendlichen „Kunststücke“ mit dem Schneidewerkzeug vor und stach sich dabei selbst in den Oberschenkel, so dass er im Klinikum Weiden genäht werden musste. Die Selbstverletzung wurde durch mehrere Zeugen bestätigt.
Die Ermittlungen und Vernehmungen der Polizei laufen wegen verschiedenen Körperverletzungsdelikten, Bedrohung und einem Verstoß gegen das Waffengesetz, da es sich bei dem Springmesser aufgrund der Größe und Beschaffenheit um einen verbotenen Gegenstand handelt.
Fall 2:
Der Sicherheitsdienst in einer Unterkunft für Asylbewerber in der Kasernenstraße wollte eine Zimmerbesatzung wegen wohl zu großer Lautstärke zur Ruhe anhalten. Dabei wurde der Sicherheitsdienst von einem Zimmerinsassen sofort mit einem Messer bedroht. Ein Mitbewohner ging dazwischen und nahm ihm das Messer ab.
Gegenüber der verständigten Polizei verhielt sich der Messerbesitzer äußerst aggressiv und gar nicht zugänglich. Er musste mit körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und gefesselt werden. Da er weiterhin außer sich und nicht mehr zugänglich war und auf die eingesetzten Polizeibeamten losging, wurde er in Sicherheitsgewahrsam genommen. Bei der Polizeiinspektion Weiden wurde bei ihm von einen Arzt eine Blutprobe entnommen.
Bei der Überprüfung seiner Personaldokumente wurde ferner festgestellt, dass er im Besitz eines gefälschten ausländischen Führerscheines war.

