Während der Kontrolle bestätigte sich der Verdacht. Auf der Ladefläche des offenen Sattelaufliegers transportierte der Fahrer Baustellenspundwände, die laut Ladepapier rund 24 Tonnen wogen. Diese Spundwände versuchte der Fahrer durch Niederzurren auf die Ladefläche mit Spannketten zu sichern. Hierbei wurde festgestellt, dass vier der insgesamt fünf Ketten nicht mehr gespannt waren, sondern lose über die Ladung hingen. Somit wurde die Ladung ohne ausreichende Sicherung auf der Ladefläche transportiert und war bereits nach vorne in Fahrtrichtung verrutscht.

Zu wenig Sicherung

Durch die speziell geschulten Beamten wurde daraufhin die Anzahl der verwendeten Zurrmittel rechnerisch überprüft und dabei festgestellt, dass die fünf angebrachten Sicherungsmittel im gespannten Zustand nicht ausreichend gewesen wären. Dem Fahrer des Sattelzuges wurde vor Ort die Weiterfahrt untersagt und eine Nachsicherung mit ausreichender Anzahl an Zurrmitteln angeordnet. Zudem musste der Fahrer eine Sicherheitsleistung aufgrund des zu erwartenden Bußgeldes hinterlegen.

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Ladungssicherung

Hierbei sei zu erwähnen, dass das Thema Ladungssicherung oftmals völlig unterschätzt wird. Eine fehlende oder mangelhafte Ladungssicherung kann für den Fahrer selbst oder für die anderen Verkehrsteilnehmer zu einer großen Gefahr werden.

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Aussagen, wie „Die Ladung ist schwer genug, da kann nichts rutschen“, bekommen die Beamten nicht selten zu hören. Selbst bei normalem Fahrbetrieb wirken auf die Ladung in Kurvenfahrten oder bei Bremsmanövern physikalische Kräfte, die das Ladegut zum Verrutschen, Umfallen, bis hin zum Herunterfallen von der Ladefläche bringen können. Es kommt aufgrund mangelnder Ladungssicherung immer wieder zu schweren Verkehrsunfällen, die vermeidbar gewesen wären.