Weiden. In wenigen Stunden fällt das Urteil im Fall des wegen Kindstötung Angeklagten Oliver H. Er soll den neunjährigen Maximilian so heftig geschlagen haben, dass der Junge an seinen Verletzungen starb.
Bisher hat nur Staatsanwalt Rainer Lehner sein Plädoyer gehalten. Er fordert lebenslange Haft wegen Mord und Misshandlung Schutzbefohlener. Von Mord spricht er wegen niederer Beweggründe – Oliver H. habe nur seine Erziehungsmethoden durchsetzen und seine Dominanz zeigen wollen.
Nach einer kurzen Pause verlesen Nebenkläger, Verteidiger Tobias Konze und der Berliner Ulrich Dost-Roxin ihr Plädoyer.
[Update] Von Mord sprach auch der Vertreter der Nebenklägerin, also der Mutter des getöteten Jungen. Auch er will Oliver H. lebenslänglich hinter Gittern sehen.
Die Verteidiger sehen die Sache anders: Sie stellen Strafanzeige gegen die Mutter und gegen die Staatsanwaltschaft. Die Anzeige gegen die Mutter begründet der Verteidiger so: Verdacht auf unterlassene Hilfeleistung, Totschlag durch unterlassene Hilfeleistung beziehungsweise fahrlässige Tötung durch Unterlassen. Der Verteidiger klagen die Staatsanwaltschaft außerdem an nicht ausreichend ermittelt zu haben.
[2.Update] Die Verteidiger fordern Freispruch wegen Zweifelsgrundsatz: Nach Meinung der Verteidiger könne die Aussage des Angeklagten nicht widerlegt werden. Somit stehe Aussage gegen Aussage. Deshalb soll Oliver H. im Zweifel für den Angeklagten freigesprochen werden.
Die Richter ziehen sich zur Beratung bis 13 Uhr zurück. Danach wird das Urteil verkündet.
Inzwischen ist das Urteil gefallen …. hier weiterlesen …..
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