„Die besonderen Anforderungen im Wasserrettungsdienst machen es notwendig, dass die Mitglieder der Wasserwacht zusätzliche Kenntnisse und Fertigkeiten in der Wasserrettung erwerben“, sagt Thomas Dürckheim, technischer Leiter der dem Bayerischen Roten Kreuz untergliederten Wasserwacht.
Der Lehrgang baut auf die Sanitäts- und die Rettungsschwimmerausbildung auf, bei der die theoretischen Grundlagen der Einsatztaktik, von Tauch- und Ertrinkungsunfällen oder das Retten mit dem Motorboot geschult werden. Auch eine Basisausbildung in der Fließwasserrettung sowie ein Notfalltraining zur Reanimation sind enthalten.
Unter möglichst realistischen Bedingungen trainieren
Die Ausbildung zum Wasserretter legt schließlich ein noch größeres Augenmerk auf praktische Fähigkeiten. So reisten die Teilnehmer zum Üben der Fließwasserrettung an den Donaudurchbruch bei Kelheim, um bestmögliche Trainingsvoraussetzungen vorzufinden. Weitere Stationen an den insgesamt sechs Praxistagen waren der Freizeitsee Dießfurth, die Waldnaab bei Neustadt, die Rettungswache in Neustadt und die Wachstation in Eschenbach.
Dabei standen Inhalte wie die Herz-Lungen-Wiederbelebung bei Erwachsenen, Kindern und Säuglingen oder das Retten eines Beinahe-Ertrunkenen auf dem Lehrplan. Auch das Knüpfen richtiger Knoten ist ein wichtiger Lehrinhalt. Neben dem Praxisunterricht vermittelten die Ausbilder aus den Kreisverbänden Weiden-Neustadt, Tirschenreuth und Kelheim das theoretische Know-how bei sieben Online-Schulungen.
Dank der erfolgreich bestandenen Prüfung in Theorie und Praxis können sich die elf neuen Wasserretter künftig zum Rettungstaucher, zum Motorbootführer oder zum Wach- beziehungsweise Einsatzleiter fortbilden.

