Weiden. Die Kripo Weiden und die Staatsanwaltschaft können im Fall des Raubüberfalles am Hammerweg im September einen weiteren Erfolg verbuchen. Bereits im November wurden zwei Tatverdächtige festgenommen. Seit Dienstag sitzt jetzt auch der dritte Verdächtige im Gefängnis.

Der Raubüberfall auf drei ältere Bewohner eines Einfamilienhauses am Hammerweg erschütterte im September die Weidener Bevölkerung. Besonders das brutale Vorgehen der Täter schockierte viele.

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Von den Tätern fehlte zunächst jede Spur. Aber dank guter Ermittlungsarbeit der Polizei Weiden in Zusammenarbeit mit den Einsatzkräften in der Tschechischen Republik und dank einiger Zeugenhinweise, konnten im November zwei der vermeintlichen Täter festgenommen werden.

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Dritter Täter gefasst

Jetzt wurde auch der dritte Tatverdächtige festgenommen. So gelang es einer Spezialeinheit der Tschechischen Polizei am Dienstagmorgen, 12. Januar 2016 den Mann im Alter von 39 Jahren festzunehmen.

Nachdem sich die akribisch und kooperativ über die Landesgrenze hinweg geführten Ermittlungen soweit verdichtet hatten, dass der Festgenommene als dringend tatverdächtig eingestuft werden konnte, erließ der Ermittlungsrichter am Amtsgericht Weiden auf Antrag der Staatsanwaltschaft Weiden einen  Haftbefehl. Die Staatsanwaltschaft stellte auf dieser Grundlage einen Europäischen Haftbefehl aus.

Diesen vollzogen Einsatzkräften der Tschechischen Polizei gegen 06.30 Uhr im Bereich Eger, am Wohnsitz des Festgenommenen. Der 39-Jährige wurde am folgenden Donnerstag, 14 Januar, in der Tschechischen Republik einem zuständigen Richter zur Entscheidung über ein mögliches Auslieferungsverfahren vorgeführt. Dieser ordnete die Inhaftierung des Mannes an.

Mit Blick auf das laufende Verfahren können nach wie vor keine Angaben zu möglichen Aussagen der nun drei festgenommenen Männer im Alter von 33, 39 und 43 Jahren  gemacht werden.

Justizbehörde bereitet Auslieferung vor

Im Anschluss an die Festnahme erfolgten noch im Beisein von Vertretern von Staatsanwaltschaft Weiden und Angehörigen der EG Siedlung der Kripo Weiden Durchsuchungen an verschiedenen Objekten im Nachbarland nach tatrelevanten Gegenständen. An beiden Festnahmetagen stellten die Ermittler verschiedene Gegenstände sicher, die nun hinsichtlich eines möglichen Tatbezuges überprüft werden. Ergebnisse hierzu liegen noch nicht vor.

Für die Justizbehörden ist jetzt die Auslieferung der drei Tatverdächtigen vorrangig. Dazu notwendige Anträge und Ersuchen der Staatsanwaltschaft Weiden sind bereits gestellt. Eine zeitliche Einordnung, bis wann eine mögliche Auslieferung erfolgen könnte, ist mit Blick auf die dafür maßgeblichen, internationalen Rechtsvorschriften nicht möglich.

Gute Zusammenarbeit beider Behörden

Mit der Festnahme des tschechischen Staatsangehörigen gelang den Ermittlungsbehörden erneut ein besonderer  Erfolg zur Aufklärung des brutalen Verbrechens. Die Tatausführung, bei der die Geschädigten im Alter von 68, 71 und 89 Jahren körperlich misshandelt und stundenlang festgehalten wurden, führte zu einer deutlichen Beeinträchtigung des Sicherheitsgefühls in der nördlichen Oberpfalz.

Dieser Ermittlungserfolg zeigt allerdings deutlich wie wirksam die Strafverfolgungsbehörden der Oberpfalz und der Tschechischen Republik, auch bei der grenzüberschreitenden Kriminalität zusammenarbeiten. Straftäter die nur zur Begehung von Straftaten jeweils ins Nachbarland einreisen, können sich keinesfalls sicher sein, dass sie sich mit der Rückkehr ins Heimatland einer wirksamen Strafverfolgung entzogen haben. Dieser Erfolg ist ein deutliches Signal an alle Rechtsbrecher.

Weitere Taten?

Unverzichtbare Bausteine im sehr komplexen Ermittlungsgeflecht stellen neben der beispielgebenden, länderübergreifenden Zusammenarbeit, Hinweise aus der Bevölkerung dar. Diese Mitteilungen von aufmerksamen Bürgen trugen maßgeblich dazu bei, dass die Ermittler das Trio dingfest machen konnte.

Für die EG Siedlung gilt es nun, die erneut gewonnenen Erkenntnisse in den Gesamtkomplex einzuarbeiten, um so die Basis für eine mögliche gerichtliche Aufarbeitung zu schaffen. Darüber hinaus steht auch die Prüfung an, ob die Tatverdächtigen noch für weitere Straftaten in Betracht kommen.