Weiden. Die Polizei, dein Freund und Helfer: Das gilt nicht nur für Menschen, sondern wohl auch für Tiere. Letzte Woche retteten zwei Bundespolizisten und eine Frau einen in Not geratenen kleinen Falken.
Am Weidener Bahnhof in Richtung Eisenbahnmuseum (am ehemaligen Ladehof) bemerkte eine Weidenerin, dass sich neben ihrem Fahrzeug ein hilfloser Vogel befand. Einer patrouillierende Streife der Bundespolizei erklärte sie ihre Wahrnehmungen. Das Tier wollte zwar beim Herannahen der beiden Polizisten flüchten, konnte aber offensichtlich nicht fliegen.
Vorsichtig funktionierte einer der beiden Beamten seine Dienstmütze als Fanggerät um. Sie brachten den Falken zur Dienststelle und verfrachteten ihn in eine zum Käfig umfunktionierte Schachtel. Die Polizisten nahmen mit der LBV-Vogelauffang- und Pflegestation Regenstauf Kontakt auf.
Vogel in Auffangstation gebracht
Dort erklärtem die Experten den Vogelfängern, dass es derzeit sinnlos sei, das Tier zu füttern oder ihm Wasser zu geben, da dies eine Stresssituation für das Tier sei und es nicht zu sich nehmen würde. „Wir haben veranlasst, dass der hilflose Greifvogel sofort nach Regenstauf gebracht wurde“, erklärte Polizeikommissar Martin Schweitzer vom Weidener Bundespolizeirevier.
Der kleine Turmfalke ist mittlerweile in besserer Verfassung als erwartet,
teilte gestern der Leiter der Regenstaufer Vogel- und Umweltstation Christoph Bauer den erleichterten Bundespolizisten mit.

