Am Freitagnachmittag lief eine Personenkontrolle am Weidener Bahnhof nicht ganz reibungslos ab. Eine Frau (22) hatte keine Ausweisdokumente dabei und gab ihre Personalien nur widerwillig an. Die wurden durch die Beamten sogleich mit dem Fahndungsbestand abgeglichen. Das Ergebnis überraschte sowohl die Frau als auch die Polizeibeamten: Die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth suchte sie mit Haftbefehl. Da sie eine Geldstrafe des Amtsgerichts Hersbruck wegen falscher Verdächtigung nicht bezahlt hatte, erfolgte die Fahndungsnotierung per Haftbefehl.

Sie versicherte den Beamten, dass sie momentan ohne festen Wohnsitz sei und daher nichts von ihren Justizschulden in Höhe von 2700 Euro gewusst hatte. Auch die zuständige Staatsanwaltschaft in Nürnberg glaubte ihrer Justizschuldnerin und schob die Zahlung der Geldstrafe auf. Doch das wird nicht ihr letzter Kontakt mit der Justiz gewesen sein. Bei der Durchsuchung auf der Dienststelle fanden die Beamten bei ihr Haschisch. Der Joint wurde zur weiteren Bearbeitung der Bayerischen Polizei übergeben.

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Fleißige Polizeibeamten lassen nicht locker

Drei weitere per Haftbefehl gesuchte Diebe beschäftigten die Bundespolizeibeamten am Freitag. In Waidhaus wurden an der A6 bei Grenzkontrollen zwei zahlungswillige Justizschuldner festgenommen. Beide wurden wegen Diebstahls zu Geldstrafen von jeweils 50 Euro und 750 Euro verurteilt. Sie bezahlten ihre Schulden bei der Bundespolizeiinspektion und entgingen somit der angeordneten Ersatzfreiheitsstrafe.

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Kollegen der KEV Selb (Kontrolleinheit Verkehrswege des Zolls) übergeben nur kurze Zeit später einen weiteren Haftbefehl an die Bundespolizei. Der durch das Amtsgericht Hof verurteilte Dieb zahlte die ihm auferlegte Geldstrafe von 675 Euro ein und wurde auf freiem Fuß belassen.

Viel Geld in die Justizkasse

Am Samstag mussten zwei verurteilte Straftäter ihren Geldbeutel zücken, um ihre offenen Justizschulden zu bezahlen. Sie konnten durch die Bezahlung von 300 Euro wegen unerlaubter Einreise in das Bundesgebiet und 3000 Euro wegen Steuerhinterziehung die angeordneten Ersatzfreiheitsstrafen abwenden und weiterreisen.

Auch am Sonntag erleichterten die Grenzkontrollen in Waidhaus drei per Haftbefehl gesuchte Straftäter um 3500 Euro. Die drei gerichtlich verurteilten Männer zahlten jeweils 675 Euro wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, 1500 Euro wegen Diebstahls und 1300 Euro wegen Steuerhinterziehung bei der Bundespolizeiinspektion Waidhaus ein. Die Haftbefehle der zahlungswilligen Straftäter wurden gelöscht und sie konnten weiterreisen.