Neustadt/WN. Ein Mann aus dem westlichen Landkreis wurde Opfer eines Gewinnspielverbrechens. Die Betrüger ergaunerten durch geschickte Rhetorik einen fünfstelligen Betrag. 

Bereits Ende August erhielt der Geschädigte ein seriös wirkendes Schreiben einer Anwaltskanzlei, in welchem ihm mitgeteilt wurde, dass er aufgrund seines früheren Abonnements einer Wochenzeitschrift als Gewinner einer größeren sechsstelligen Summe ausgelost worden sei. Daraufhin riefen bei dem Mann mehrere Personen an, die sich als Mitarbeiter einer Firma, die zur Auszahlung des Gewinns beauftragt sei, vorstellten. Durch geschickte Rhetorik gelang es den unbekannten Anrufern, dass das Opfer mehrere größere Vorauszahlungen auf ein Konto in der Türkei überwies, die sich schließlich auf einen Betrag von rund 85.000 Euro summierten. Die versprochene Gewinnsumme hat das Betrugsopfer nicht erhalten.

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Die Kriminalpolizei Weiden hat die Ermittlungen zu diesem Betrugsfall übernommen und festgestellt, dass die Daten einer seriösen Anwaltskanzlei bei dem Anschreiben missbräuchlich verwendet wurden.

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Seröse Gewinne kosten keine Gebühren!

Die von den vermeintlichen Mitarbeitern benutzten Rufnummern führten zu keinen konkreten Personen, da diese Anschlüsse offensichtlich durch Nutzung von Internet-Telefonie verfälscht dargestellt wurden. Diese Vorgehensweise wird als sogenanntes „Call ID Spoofing“ bezeichnet. Dabei werden die tatsächlichen Rufnummern (der Betrüger) unterdrückt und stattdessen mit tatsächlichen Nummern (wie etwa von Polizeidienststellen oder Ähnlichem) ersetzt. Die Täter treten immer professioneller und ideenreicher auf. Sie sind redegewandt, hartnäckig und setzen ihre Opfer dabei auch unter Druck. Weitere Maßnahmen zu dem Kontoinhaber in der Türkei werden noch durchgeführt.

Die Polizei warnt: Trotz anscheinend seriös wirkender Benachrichtigungen gilt auch weiterhin, bei Gewinnversprechen äußerst vorsichtig zu sein. Leisten Sie auf keinen Fall Vorauszahlungen in Form von Gebühren oder Sicherheitskosten. Schenken Sie telefonischen Gewinnversprechen wenig Glauben! Seriöse Unternehmen verlangen keine Gegenleistungen. Lassen Sie sich am Telefon auch nicht von angeblichen Amtspersonen unter Druck setzen. Sobald Ihnen ein Anruf verdächtig vorkommt, halten Sie Rücksprache mit Ihrer nächsten Polizeidienststelle

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.polizei.bayern.de oder bei den Kriminalpolizeilichen Beratungsstellen.