Im Juni wurde in Wernberg-Köblitz ein Geldautomaten der Raiffeisenbank am Wernberger Marktplatz gesprengt, dem folgten im Oktober Automaten der Commerzbank in Wiesau und bei der Sparkasse in Luhe. Schon Anfang Februar 2023 gelang der Staatsanwaltschaft Bamberg, dem Bayerischen Landeskriminalamt und dem Landeskriminalamt Baden-Württemberg ein bedeutender Schlag gegen eine Gruppe von Geldausgabeautomatensprengern.

Im Rahmen einer groß angelegten Festnahme- und Durchsuchungsaktion in den Niederlanden und Belgien konnten neun Haftbefehle vollstreckt und 16 Objekte durchsucht werden. Umfangreiche Beweismittel wurden sichergestellt (hier geht es zum Beitrag).

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Nach drei weiteren Mittätern, gegen die bereits Haftbefehle vorlagen, wurde weiter gefahndet. Am 15. Februar konnte von niederländischen Ermittlern einer der Gesuchten (29) in Bussum festgenommen werden. Die beiden letzten Flüchtigen konnten am 7. April in Amsterdam und Houten ebenfalls festgenommen werden. Bei ihnen handelt es sich um niederländische Staatsangehörige im Alter von 29 und 22 Jahren.

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Die Staatsanwaltschaft ließ nicht locker

Mittlerweile wirft die Staatsanwaltschaft Bamberg der Gruppe mindestens 90 Straftaten vor. Die Tatorte befinden sich in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Die polizeiliche Sachbearbeitung aller Fälle hat eine Ermittlungsgruppe des Bayerischen Landeskriminalamtes übernommen.

Am 20. April wurden acht der Tatverdächtigen von Spezialkräften der Bayerischen Polizei und der Bundespolizei von den Niederlanden nach Deutschland überführt. Hier wurde ihnen vom Ermittlungsrichter in Bamberg jeweils der Haftbefehl eröffnet und alle Tatverdächtigen wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht. Gegen die anderen Festgenommenen wurde das justizielle Verfahren zur Auslieferung bereits angestoßen.

Mehr als 200 Spuren

Mittlerweile wertete die Ermittlungsgruppe mehr als 200 Spuren aus. Durch die niederländischen Behörden wurden im Februar bereits rund 1.000 sichergestellte Asservate übergeben, darunter befanden sich auch mehr als 40 Mobiltelefone. Die Ermittlungen laufen auf Hochdruck weiter.

Inzwischen rüsten die Geldhäuser nach. Hier geht es zum Beitrag.