Grafenwöhr/Neumarkt. Ein Militärfahrzeug aus Grafenwöhr durchbrach auf der A3 zwischen Regensburg und Nürnberg die Mittelleitplanke.
Das Militärfahrzeug war Freitagabend gegen 20 Uhr auf der A3 von Regensburg nach Nürnberg unterwegs. Aus bisher nicht geklärten Gründen kam das schwere Gefährt zwischen den Anschlussstellen Velburg und Neumarkt-Ost nach links ab und durchbrach die Mittelschutzplanke. Auf der Gegenspur in Richtung Regensburg traf das Militärfahrzeug einen LKW, einen Sprinter und zwei weitere Autos, ehe es an einem Brückengeländer zum Stehen kam.
Der Abgrund dort beträgt zirka 30 Meter. Mehrere Menschen wurden bei dem Unfall verletzt. Die Autobahn war bis in den Morgen wegen der Aufräumarbeiten voll in Richtung Regensburg gesperrt. Weitere Infos liegen bislang noch nicht vor. Zuständig ist die APS Parsberg.
[Update] Wie die Polizei mitteilt, fuhr der Fahrer eines Paketzustelldienstes ungebremst auf den US-Armee-Truck auf. Warum ist nicht klar. Beide Fahrzeuge durchbrachen anschließend die Mittelleitplanke und kollidierten auf der Gegenfahrbahn mit einem Sattelzug. Dann schleuderten sie gegen die äußere Leitplanke. Zum Glück: „Die Leitplanke bewahrte beide Fahrzeuge vor einem Absturz von der der 40 Meter hohen Brücke“, teilt ein Sprecher der Polizei mit.
Fahrer teils schwer verletzt
Der Fahrer des Paketzustelldienstes wurde bei dem Unfall in seinem Auto eingeklemmt und musste von der Feuerwehr mit einem Rettungsspreitzer geborgen werden. Anschließend kam er mit schweren Verletzungen in die UNI-Klinik Regensburg. Die beiden US-Soldaten im Militärfahrzeugen wurden bei dem Unfall leicht verletzt und vorsorglich in ein Krankenhaus eingeliefert. Der Fahrer des Sattelzuges blieb unverletzt.
Der Gesamtschaden dürfte sich im unteren sechsstelligen Bereich bewegen. Die Autobahn in Fahrtrichtung Regensburg musste von 20.05 Uhr bis zur Bergung der Fahrzeuge nach Mitternacht komplett gesperrt werden. Ebenso musste die linke Spur der Gegenfahrbahn gesperrt werden.
Mit vor Ort waren noch die örtlichen Feuerwehren sowie der Rettungsdienst.
Bilder: Jürgen Masching

