Weiden. Ein Lkw-Fahrer fällt der Verkehrspolizei Weiden auf der A6 negativ auf – wie sich herausstellt war die Missachtung des Sonntagfahrverbots nicht sein einziges Vergehen.
Die Beamten der Verkehrspolizei Weiden überwachen am Sonntag auf der A6 Richtung Pilsen das Sonntagsfahrverbot, als den Polizisten um 4:00 Uhr ein tschechischer 40-Tonner auffällt.
Die Ladung konnte die Fahrt nicht entschuldigen: Der Sattelzug hatte Kartoffeln geladen. „Kartoffeln fallen nicht unter privilegierte Ware, um eine Ausnahme vom Sonntagsfahrverbot geltend zu machen“, erklärt ein Polizeibeamter. Außerdem war die Ladung ungenügend gesichert. Die ersten Verfehlungen – doch die nächsten folgen sogleich.
Polizei entlarvt dreiste Lüge
Denn der Fahrer kann keinen Führerschein vorlegen. Angeblich weil er ihn an der letzten Tankstelle verloren hatte, was sich als Lüge entpuppt: „Eine Anfrage über das Gemeinsame Zentrum der Deutsch-Tschechischen Polizei- und Zollzusammenarbeit in Schwandorf ergab, dass der Fahrer noch nie eine Fahrerlaubnis gehabt hätte“, so der Polizeisprecher weiter. Außerdem sei ihm das Recht auf eine Fahrerlaubnis wegen einer Fahrt unter Alkohol in der Tschechischen Republik bis zum 28.05.2021 untersagt worden.
Das Auslesen des digitalen Kontrollgerätes ergab, dass der Fahrer in den letzten Wochen mit seinem 40-Tonner rund 9.000 Kilometer ohne Fahrerlaubnis zurückgelegt hat. Laut Polizeiangaben erwartet den Fahrer eine Strafanzeige wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis und Verkehrsordnungswidrigkeiten-Anzeigen nach dem Sonntagsfahrverbot sowie unzureichende Landungssicherung.

