Weiden. Polizisten aus Weiden haben in der Dr.-Pfleger-Straße einen Streit schlichten müssen. Zwischenzeitlich haben sich bis zu 20 Familienmitglieder in die Sache eingemischt.
Hintergrund des Tumults war laut Polizeiangaben wohl eine „Meinungsverschiedenheit, die ihren Ursprung im familiären Bereich haben dürfte“, wie ein Polizeisprecher erklärt. Zufällig sollen am Dienstagabend gegen 20.15 Uhr zwei Verwandte – 20 Jahre und 26 Jahre – aufeinander getroffen sein. Der 20-Jährige soll seinen Verwandten beleidigt haben.
Während die Polizeibeamten vor Ort die Anzeigen aufgenommen haben, sind immer mehr Familienangehörige und Bekannte dazu gekommen. Die Stimmung wurde zunehmend aggressiv. Nachdem sich die Lage vorerst etwas beruhigt hatte, drohte die Sache doch noch zu eskalieren.
Grund dafür war ein dritter Verwandter (ebenfalls 20 Jahre) der einem Familienmitglied (31) nach einem kurzen Streitgespräch hinterherlaufen wollte. Die Polizisten konnten ihn aufhalten und ihn in Gewahrsam nehmen – woraufhin sich aber der zweite 20-Jährige wieder eingemischt hat. Wie die Polizei mitteilt, soll er versucht haben einen Beamten wegzustoßen, deshalb haben die Polizisten auch ihn in Gewahrsam genommen. „Zur Durchsetzung der polizeilichen Maßnahmen musste unmittelbarer Zwang angewendet werden“, erklärt ein Polizeisprecher.
Der 20-Jährige und ein Polizeibeamter sollen sich dabei leicht verletzt haben. Gegen beide 20-Jährige ermittelt die Polizei Weiden jetzt wegen Nötigung, Beleidigung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

