Ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Tirschenreuth fand am 22. März 2021 ein für ihn interessantes Angebot für den Kauf eines Motorrads auf einer Online-Handelsplattform. Der Verkäufer verlangte eine Überweisung eines fünfstelligen Betrags ins Ausland.
Doppelt hinsehen lohnt sich
Der aufmerksame Käufer wandte sich an die Polizei, als er herausfand, dass das Empfängerland von dem Land abwich, in dem sich eigentlich die Maschine befinden sollte.
Der Mann handelte richtig, so die Ermittlungen. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine Fake-Website handelte. Es stand also kein Motorrad zum Verkauf. Die Kriminalpolizeiinspektion Amberg führt die Ermittlungen wegen des Betrugs durch.
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Die Polizei rät
Tipps vor einem Online-Kauf:
- Keine Spontankäufe: Bevor du ein Produkt in den Warenkorb eines Online-Shops legst, solltest du den Preis des Produkts bei anderen Anbietern wie dem Händler vor Ort vergleichen. Denn Betrüger locken ihre Opfer mit unwahrscheinlich niedrigen Preisen.
- Informiere dich vor dem Kauf: Gebe den Namen des Online-Shops in eine Suchmaschine ein, dadurch kannst du negative Erfahrungen anderer Kunden herausfinden. In vielen Selbsthilfeforen erfährst du ebenfalls, ob dein gewählter Online-Händler unseriöse Geschäftspraktiken anwendet.
- Verbraucherzentrale hilft: In der Regel führt auch ein Anruf bei einer Verbraucherzentrale zur gewünschten Information über einen Online-Händler.
- Wähle sichere Zahlungswege: Der Kauf auf Rechnung kann vor Betrug durch Fake-Shops schützen. Getätigte Überweisungen können jedoch allenfalls kurzfristig rückgängig gemacht werden. Beim Lastschriftenverfahren können vorgenommene Abbuchungen noch nach einigen Tagen storniert werden.
- Kein Einkauf bei Zweifel: Wenn du dir unsicher bist, kaufe am besten gar nicht im gewählten Shop.
Was tun, wenn man Opfer geworden ist:
- Solltest du bereits Geld für deinen Kauf überwiesen haben, informiere dich umgehend bei deiner Bank, ob sie die Zahlung rückgängig machen können. Dies ist innerhalb eines bestimmten Zeitraums in der Regel noch möglich. Bei anderen Zahlungsarten (bspw. Bargeldtransfer) kontaktiere sofort den Dienstleister und lassen ihn die Transaktion stoppen.
- Sichere alle Beweise von deinem Online-Kauf: Ob Kaufvertrag, Bestellbestätigung oder E-Mails, bewahre alle Belege vom Kauf auf und drucke diese aus.
- Erstatte Anzeige bei der Polizei: Mit den gesicherten Unterlagen solltest du dich möglichst sofort an die Polizei wenden und Strafanzeige erstatten. Auch wenn die strafrechtliche Verfolgung von Tätern schwierig ist, weil diese aus dem Ausland agieren, solltest du dich nicht von einer Anzeige abbringen lassen. Nur dann können Löschungen von Fake-Shops konsequent vorangetrieben werden.

