Weiden. So groß wie noch nie zuvor war der Neujahrsempfang der Stadt Weiden im Gustav-von Schlör-Saal der Max Reger Halle. Oberbürgermeister Kurt Seggewiß mit Gattin Maria, die beiden Bürgermeister Jens Meyer und Lothar Höher, sowie als symbolischer „Glücksbringer für 2020“ Kaminkehrermeister Eka Reber mit seiner Begleiterin Petra Hagler waren angetreten, um im Foyer die zahlreichen Gäste persönlich zu begrüßen und jedem eine Marzipan–Sternschnuppe, verbunden mit den besten Wünschen für das neue Jahr, zu überreichen.

Von Jürgen Wilke

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Im Saal sorgte vor und während des Empfangs die Stadtkapelle Weiden unter Leitung von Gerhard Scharnagl für gute, stimmungsvolle Unterhaltung. Vor der Ansprache des Oberbürgermeisters begrüßten Jens Meyer und Lothar Höher die Besucher verschiedener Konfessionen, aus der Politik, der Kultur, der Wirtschaft, Vertreter von Schulen, von vielen Vereinen, Verbänden und Institutionen, sowie der Bundeswehr und der US-Army.

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Darunter waren auch zwei Ehrenbürger der Stadt: der ehemaligen Kultusminister Hans Zehetmair, der sich große Verdienste um die Hochschule Amberg-Weiden erworben hat, sowie Zdenek Král, der ehemalige Bürgermeister von Marienbad.

Persönlicher Lebensabschnitt geht zu Ende

OB Seggewiß begann seine Ansprache bei seinem letzten Neujahrsempfang mit einem Zitat von Mark Twain: „Natürlich interessiert mich die Zukunft. Ich will schließlich den Rest meines Lebens darin verbringen“. Dabei geht es ihm um Stadtfinanzen und Stadtentwicklung. Die Kommunalwahl im März sieht Seggewiß als wichtigen, persönlichen Lebenseinschnitt, denn er tritt zu dieser Wahl nicht mehr an. Rückblickend auf seine bisher zwölfeinhalbjährige Amtszeit bezeichnet er es als besonderen Erfolg, dass es gelungen sei, Weiden durch geordnete Finanzen wieder auf ein sicheres Fundament zu stellen.

Wichtig sei es seiner Meinung nach, dass die Kliniken Nordoberpfalz AG in eine GmbH umgewandelt werden, um die Klinik aus den Zwängen des AG-Gesetzes zu befreien. Weiter unterstreicht der OB, dass bei den Beratungen des Etats 2020 der Stadt Weiden Wünsche und berechtigte Anträge die Finanzierung eines Investitionsvolumens von 117 Millionen Euro erfordert hätten.

Rücklagenpolster geschaffen

Er sagt: „Haushaltskonsolidierung oder „sich nach der eigenen Decke strecken“ sind im Sinne einer dauerhaften und stetigen Aufgabenerfüllung nicht nur in schwierigen Haushaltslagen sondern fortwährend das Gebot der Stunde. Deshalb ist mein Blick in die Zukunft unserer Stadt untrennbar mit dem Postulat einer geordneten Haushaltslage und dem verantwortlichen Umgang mit allen Ressourcen, so auch mit den uns anvertrauten Steuergeldern verbunden.“

Zur finanziellen Lage der Stadt betont der scheidende OB: „In diesem Sinne übergebe ich mit dem voraussichtlichen Jahresrechnungsergebnis 2019 ein Rücklagenpolster von 15 Millionen Euro und einen Bausparer mit 3,2 Millionen Euro. Den Stab übernommen habe ich 2007 ohne einen Cent auf der Hohen Kante“. Der Schuldenstand sei um 12 Millionen Euro gesunken.

Eckpfeiler „des Hauses Zukunft“ auf dem Fundament geordneter Finanzen sei die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote sei halbiert. Nun werde das „Zukunftsprojekt Gewerbegebiet West IV“ gebraucht. Weiden biete 28.300 Arbeitsplätze, zähle demnächst fast 46.000 Einwohner und damit mehr als je gedacht und vorhergesagt. Als äußerst dringlich bleibe auch weiterhin die Integration ausländischer Bürger.

Großer Dank an Frau und Sohn

Kurt Seggewiß dankte abschließend für konstruktive Mitarbeit im Stadtrat, für das Engagement und die Loyalität der Mitarbeiter im Rathaus, für die Offenheit und Zusammenarbeit mit Behörden, Vereinen und Verbänden und den vielen Menschen, die im Ehrenamt tätig sind. Aus tiefsten Herzen dankte er seiner Frau Maria und Sohn Jan und sagte: „Ihr musstet oft zurückstecken und habt mir immer den Rücken gestärkt.“ Seiner Frau überreicht er einen großen Blumenstrauß.

Gemeinsam sang man abschließend die Bayern– und National-, sowie die Europa-Hymne begleitet von der Stadtkapelle Weiden.

Fotos: Jürgen Wilke