Neustadt/WN. Die neunte Klasse der Mittelschule Neustadt bekommt Nachwuchs. Und das gleich fünf Mal. Einige Schüler und Schülerinnen durften dabei vier Tage lang am eigenen Leib erfahren, was es heißt Mutter oder Vater eines Säuglings zu sein. 

Von Montag bis Donnerstag mussten die Jugendlichen rund um die Uhr ihren Nachwuchs betreuen. Für das Experiment mussten jedoch keine echten Babys herhalten. Das Gesundheitsamt Neustadt stellte der Schule Babysimulatoren zur Verfügung. Doch neben der Betreuung, musste auch der Schulalltag  gemeistert werden. Da kann es schon mal vorkommen, dass während des Mathemakikunterrichts Fläschchen gegeben oder Windeln gewechselt werden.

Werbung
Advertorial normal
Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial Neues Advertorial

Plötzlich Mutter: Schwerer Start mit den Babys

Vor allem zu Beginn des Experiments war es für die frisch gebackenen Eltern eine Herausforderung. „Ich war auf dem Weg zur Schule und eh schon müde, weil ich nachts mehrmals das Baby versorgen musste. Dann hat es plötzlich angefangen zu schreien und ich musste herausfinden, was das Baby braucht.“

#1 beispiel full

Auch vor neugierigen Passanten blieben die jungen Eltern nicht verschont. Gerade in Busfahrten wollte jeder einen Blick in den Kinderwagen werfen. Doch mit der Zeit lernten die Jugendlichen mit der Situation umzugehen.

Babys sind nicht nur süß, sondern machen auch viel Arbeit

Schon nach kurzer Zeit stellten die Jungen und Mädchen fest, dass Elternsein nicht nur Spaß macht. Sie mussten als frisch gebackene Eltern viel Verantwortung zeigen. Stellvertretend für die Gruppe sagte eine Schülerin:

An meinem Kinderwunsch hat sich durch das Praktikum nichts geändert. Ich will später selbst mal Kinder und fand das Praktikum war eine interessante und wertvolle erste Erfahrung. Ich möchte aber noch warten, bis ich älter bin, Geld verdiene und das Kind gut versorgen kann.

Die Erleichterung das Baby am Ende des Experiments wieder abgeben zu können war groß. Doch es war eine wertvolle Erfahrung für die Schüler, die keiner bereut. Das Bayerische Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration förderte dieses Projekt. Außerdem initiierte und begleitete Michaela Santl als Jugendsozialarbeiterin der Mittelschule das knapp einwöchige Experiment.