Neustadt/WN. Bei den Kommunalwahlen 2020 zeichne sich ein enormer Generationenwechsel ab. „Der unumgänglichen Generationswechsel muss sich auch in der Ortsvorstandschaft vollziehen“, sagte Vorsitzender Alois Zehrer. Nach zehn Jahren an der Spitze der Neustädter CSU verzichtete er auf eine erneute Kandidatur.

Sein Nachfolger heißt Thomas Spörl, den die 44 stimmberechtigten Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Weißes Rössl ohne Gegenstimme an die Spitze des Ortsverbandes wählten. Der 48-jährige Zollfahnder war bereits seit dem Jahr 2007 in der Vorstandschaft aktiv. „Wir haben den Generationswechsel schon bei den letzten Vorstandswahlen 2015 eingeleitet. Heute wollen wir mit dem zweiten und größten Schritt die personellen Veränderungen weiter forcieren“, hatte Zehrer zuvor erklärt. Auch der Stellvertreterriege gehören mit Sandro Schäffler und Oliver Völkl zwei neue Köpfe an. Benedikt Grimm wurde als weiterer Vize bestätigt.

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Wesentliche Leistungen

Im Rechenschaftsbericht erinnerte Zehrer an mehr als 30 Termine im zurückliegenden Jahr. Neben Vorstandssitzungen und einer zweitägigen Klausurtagung stemmte der Ortsverband die Ausrichtung einer besonderen Kreisversammlung und der Aufstellungsversammlung zur Wahl des Bundestagskandidaten. Seit Zehrer den Ortsverband im Jahr 2007 übernommen hatte, konnte die Mitgliederzahl von 116 (damals 114) konstant gehalten werden. „Auch wenn viele Entscheidungen im Neustädter Stadtrat einstimmig getroffen werden, trägt alles Wesentliche, was in unserer Stadt seit 2008 geschaffen wurde, die Handschrift von Rupert Troppmann und seiner CSU-Fraktion“, betonte Zehrer. Fraktionssprecher Josef Arnold untermauerte diese Auffassung mit Zahlen. Der Gesamthaushalt sei von neun Millionen im Jahr 2007 auf über 16 Millionen angewachsen. Der Anteil an der Einkommenssteuer habe sich um 50 Prozent erhöht und die Gewerbesteuereinnahmen seien in den vergangenen zehn Jahren von 67.000 Euro auf 1,3 Millionen angeschwollen.

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Damals hat es geheißen, das Gewerbegebiet sei die größte Fehlinvestition,

erinnerte Arnold. „Jeden Euro, den wir da investiert haben, haben wir fünffach zurückbekommen. Das ist die Leistung von Bürgermeister Rupert Troppmann und der CSU-Fraktion“, bekräftigte der Fraktionssprecher.

Landkreis investiert in Kreisstadt

Hans Schreyegg berichtete von einem Überschuss in der Kasse, Frauen-Unions-Vorsitzende Marianne Lebegern von den Aktivitäten der christlich-konservativen Damen und Tanja Winkler von den Tätigkeiten des JU-Ortsverbandes. Stellvertretender Kreisvorsitzender Gerald Morgenstern erinnerte an die Investitionen des Landkreises in der Kreisstadt. In den Neubau des Verwaltungsgebäudes würden 7,7 Millionen Euro investiert. „Wir finden es richtig die Verwaltung dort zusammenzuführen. Trotz Internet ist es gut, wenn die Verwaltung dort zentral gebündelt ist“, betonte Morgenstern.

Die neue Vorstandschaft

  • Ortsvorsitzender: Thomas Spörl
  • Stellvertreter: Benedikt Grimm, Sandro Schäffler und Oliver Völkl.
  • Schatzmeister: Johannes Schreyegg, Vize: Michael Kippes (neu).
  • Schriftführer: Anton Kißler (neu), Vize: Walter Rustler (neu).
  • Beisitzer: Armin Aichinger (neu), Manuel Färber, Josef Kreuzer, Michael Lang (neu), Simone Orlowski (neu), Thomas Schneeberger, Reinhold Zapf.
  • Kassenprüfer: Johann Simmerl, Michael Hauer.

Hohe Auszeichnung für Alois Zehrer

Gleich zwei Auszeichnungen hatte der neue Vorsitzende des CSU Ortsverbandes, Thomas Spörl, für seinen Vorgänger Alois Zehrer im Gepäck. Vor 45 Jahren, am 18. Januar 1972, trat Zehrer der Christlich Sozialen Union bei.

Du hast Vieles bisher für den Ortsverband Neustadt an der Waldnaab geleistet. Dein Wirken als Ortsvorsitzender und Stadtrat hat Neustadt weiter nach vorne gebracht. Du bist der Motor und Antreiber. Du bist ein Vorbild für uns alle. Ich freue mich auf unsere weitere gemeinsame Arbeit,

lobte Spörl das Engagement von Zehrer, der den Ortsvorsitz im Jahr 2007 nach dem Tod von Franz Gleixner zunächst kommissarisch übernahm, um im Jahr 2008 per Wahl bestätigt zu werden. Für 45-jährige Treue zur Union erhielt Zehrer die von Parteivorsitzenden Horst Seehofer signierte Ehrenurkunde. Für das zehnjährige Engagement an der Spitze des Ortsverbandes überreichte Spörl zusammen mit den Stellvertretern Benedikt Grimm, Sandro Schäffler und Oliver Völkl die Ernennungsurkunde zum Ehrenvorsitzenden. Der überwältigte Zehrer reagierte mit Bescheidenheit. „Wenn Ihr mich vorher gefragt hättet, hätte ich abgelehnt“, sagte der neue Ehrenvorsitzende und bedankte sich seinerseits für die Arbeit von Gabriele Fröhlich, die nicht mehr als Stellvertreterin kandidierte. Die Funktion übte sie seit dem Jahr 2003 aus. „Ich konnte mir in den vergangenen 10 Jahren, in denen ich den Ortsvorstand führte, keine bessere Stellvertreterin vorstellen als Gabi. Mit viel Engagement und trotzdem still und leise war sie immer bereit sofort mitzuhelfen“, lobte Zehrer.