Neustadt/WN. Das Programm des Landestheaters Oberpfalz (LTO) für die kommende Frühjahr/Sommer-Saison kann man unter dem Motto „Verrückte Welt“ zusammenfassen. Aufgeführt werden insgesamt acht verschiedene Stücke, davon vier Neuproduktionen. Gespielt wird neben der Burg Leuchtenberg auch auf verschiedenen Bühnen in der Region.

Von Johanna Jankowski

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Geschäftsführer des LTO Wolfgang Meidenbauer und künstlerischer Leiter Till Rickelt konnten bei der Vorstellung des Spielplans für die Burgfestspiele Leuchtenberg viele gespannte Gäste begrüßen. Neben Landrat Andreas Meier, waren auch sämtliche Bürgermeister aus der Region und Landesvertreter, wie etwa Jakob Scharf, stellvertretender Landrat aus dem Landkreis Schwandorf, nach Neustadt/WN gekommen. Abgesehen von der Burg Leuchtenberg wird das LTO auch auf vielen Bühnen in der ganzen Oberpfalz gastieren, beispielsweise im Bauernmuseum Perschen, auf der Schönbergbühne in Grafenwöhr, auf Schloss Friedrichsburg oder in Bodenwöhr.

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Die regionale Verankerung ist uns sehr wichtig. Wir wollen unserem Namen gerecht werden und am liebsten Bühnen in der ganzen Oberpfalz bespielen,

wünscht sich Wolfgang Meidenbauer. Desweiteren möchte er in Zukunft den Fokus stärker auf die Kinder- und Jugendarbeit richten.

Altbewährte Stücke bleiben im Programm

Vier Stücke aus der laufenden Saison werden auch nächstes Jahr wieder gespielt. Mit der allseits beliebten Aufführung „Ladies Night“ wird das neue Spieljahr eingeläutet. Auch das sehr erfolgreiche Kinderstück „Robin Hood“ wird nochmal gezeigt. Dieses Mal allerdings in abgewandelter Version. Die Aufführung gastiert im Bauernmuseum Perschen und auf der Schönbergbühne. „Dort ist die Kulisse so passend, dass wir kein Bühnenbild benötigen“, sagt Doris Hofmann, die bei dem Stück Regie führt.

Auch „Altweiberfrühling“ wird wieder aufgeführt. In der Komödie von Stefan Vögel, gespielt in Oberpfälzer Mundart, geht es um die Witwe Martha, die aus dem familieneigenen Tante-Emma-Laden eine Dessous-Boutique machen will. Die Regie übernimmt Till Rickelt. Das Schauspiel „Für mich soll’s rote Rosen regnen“ über das Leben der Hildegard Knef ist auch in der kommenden Theatersaison wieder mit dabei. Untermalt mit vielen musikalischen Darbietungen, konnte das Stück die Zuschauer schon dieses Jahr begeistern.

Vier neue Produktionen werden aufgeführt

Als Eröffnungsstück hat Wolfgang Meidenbauer eine klassische Komödie gewählt. Mit Shakespeare’s „Sommernachtstraum“ hat er sich einen langehegten Traum erfüllt: „Ich wollte dieses schwierige Stück schon lange spielen. Jetzt haben wir uns an die Herausforderung herangetraut und ich bin mir sicher, dass durch die enthaltene Mischung aus Romantik und Poesie für jeden etwas dabei sein wird.“ Katharina Stark feiert mit dem Schauspiel „Elling“ Regiepremiere: Es dreht sich alles um zwei skurrile Sonderlinge, die nach ihrer Entlassung aus der psychiatrischen Klinik versuchen, in den Alltag zurückzufinden.

Mit Ludwig Thomas „Lokalbahn“ hat das LTO auch wieder ein klassisches Volksstück im Repertoire. Als in einem kleinen Dorf bekannt wird, dass beim Verlauf der geplanten Eisenbahnstrecke nur die einflussreichen Geschäftsleute berücksichtigt werden sollen, macht der Bürgermeister den Leuten falsche Versprechungen und es kommt zum kleinstadtlichen Chaos. Regie führt Marlene Wagner-Müller, die ihren Job im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit beim LTO aufgeben und sich in Bodenwöhr neuen Aufgaben widmen wird. Als Familienstück wurde „Michel in der Suppenschüssel“ von Astrid Lindgren gewählt. Doris Hofmann hat dafür die Verantwortung: „Die Kinder freuen sich schon sehr darauf, dieses Stück spielen zu dürfen.“

Wolfgang Meidenbauer ist überzeugt: „Wir haben mit der Auswahl der Stücke eine gute Mischung gefunden. Sie passen alle wunderbar zu dem Thema „verrückte Welt“. Wenn das Wetter noch mitspielt, bin ich sicher, dass auch nächstes Jahr wieder viele Besucher kommen werden.“ Bürgermeister Rupert Troppmann sagt dazu:

Die Mitwirkenden stecken ihr Herzblut in dieses Theater. Das zeichnet das LTO aus und macht es zu etwas ganz Besonderem.

Tickets und weitere Informationen gibt es auf der Webseite des Landestheaters Oberpfalz.